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Zukomme uns Dein Reich : ein katholisches Gebet- und Erbauungsbuch / hrsg. von Franz Hochs, Vikar zum h. Martin in Euskirchen. Mit Genehmigung der geistl. Obrigkeit
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beten, geduldig die Leiden der Krankheit von Gott annehmen und wünschen, ihm von Herzen zu die­nen. Ihr ganzes ergebenes Benehmen und frommes Dulden ist dann ein fortwährendes sehr schönes Gebet.

Bei der Arbeit können wir ebenfalls innerlich zu Gott beten, wenn wir unser Gemüth zu Gott er­heben und wünschen, er möge unsere Arbeit segnen, mit seiner Gnade uns beistehen, damit wir Nichts thun, was ihn beleidigen könnte; wenn wir die Beschwerden des Standes mit dem Wunsche ertra­gen, uns mittelst derselben mit den Leiden Jesu Christi zu vereinigen. Durch eine gute Meinung heiligen wir überhaupt unser ganzes Thun und Lassen, machen unser ganzes Leben zu einem im­merwährenden, Gott sehr wohlgefälligen Gebet.

Das mündliche Gebet geschieht durch Aussprechung der Worte, welche man an Gott richtet, z. B. man spricht das Gebet des Herrn oder andere Gebets­formeln. Bei diesem Gebete ist es aber gar nicht genug, daß man nur mit dem Munde die Gebets­worte ausspricht, ohne daß der Geist darüber nach­denkt, das Herz damit sich beschäftigt. Ein solches Gebet ist ein eitles Lippenwerk, mehr Beleidigung als Verehrung Gottes. Gefeßt, wir hätten einen Prozeß und müßten über mancherlei Sachen unse­ren König als vornehmsten Richter um Rath fra­gen: würden wir dann zu ihm hingehen, ihm schnell einige Worte hinsagen, ohne uns darum weiter zu bekümmern, ob er diese gehört oder verstanden habe? Können und dürfen wir wohl glauben, daß er nach

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