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weil die Seelen noch nicht mit den heiligen Engeln vor dem Throne des göttlichen Lammes stehen, und ihnen noch nicht gestattet ist, den himmlischen Lobgesang mit abzusingen. Zwischen der Epistel und dem Evangelium erschallet kein Alleluja, weil es den leidenden Seelen noch nicht gestattet ist, das freudig tönende Alleluja mit der heiligen Schaar zu singen, sondern die Kirche trauernd mit den trauernden im Reinigungsorte bethet an die Gerechtigkeit Gottes in seinem Gerichte, und fleht um Barmherzigkeit, die uns gegeben ist in Jesus Christus. Dies irä dies illa.
Tag des Zornes, Tag der Nache, Nach der heil'gen Büchersprache,
Sinkt an dir in Staub die Welt. Ach! wie werden wir einst beben, Seh'n wir Christus niederschweben Zum Gericht, das streng er hält. O mit reuigem Gemüthe
Wend' ich mich zu Deiner Güte, Nimm Dich Heiland! meiner an.
Vor dem Evangelium bittet der Priester oder der Diakon nicht um den Segen und nach vorgelesenem Evangelium füßt er nicht das Buch, weil die Abgestorbenen, für welche er opfert, noch nicht den vollen Segen des göttlichen Wortes, noch nicht den Kuß des ewigen Friedens und der gänzlichen Vereinigung mit Gott empfangen haben. Bei der Opferung des Weins wird das Wasser nicht mit dem Kreuze gesegnet, weil das Wasser die lebendigen Gläubigen vorstellt und doch


