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Die heilige Messe, wie sie der Priester am Altare bethet : nebst Angabe und Erklärung der Bestandtheile und Ceremonien derselben / von Leonh. Goffine
Entstehung
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wunderbarer und geheimnißvoller Weise in den Leib und das Blut Christi verwandelt, und hierauf von dem Priester in die Höhe gehoben und von ihm und dem Volke in tiefster Demuth angebethet werden.

Nach der Wandlung bittet der Priester Gott, daß er die verwandelten Gaben, das Opfer des neuen Bundes gnädig von seinen Händen aufnehme, wie Er einst das Erstlingsopfer Abels und das vorbildende Opfer Abrahams und Melchisedechs aufgenommen.

Hierauf bethet er das Memento für die Verstorbenen und gedenkt dann in dem Nobis quoque peccatoribus seiner selbst und aller andern unwürdigen Sünder, die noch am Leben sind, und bittet Gott, er möge ihn und die Gläubigen einst Theil nehmen lassen an der Herrlichkeit der Auserwählten Gottes durch Jesum Christum, durch welchen allein Heiligung und wahres Leben gegeben wird. Hiemit endet der Canon oder die Stillmesse und folgen die Gebethe vor und bei der

Communion.

Der Priester wagt nun jenes Gebeth, welches uns Jesus Christus selbst gelehrt hat, das Pater noster oder Vater unser, laut zu bethen. Das Brechen des verwandelten Brodes über dem Kelche, welches auf das Pater noster folgt, soll uns an den gewaltsamen Tod des Heilandes erinnern. Bei dem Agnus Dei neigen wir uns tief vor Jesus, unserm Opferlamme, dreimal sprechend: Lamm Gottes! Das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!( Das dritte Mal: schenke uns den Frieden!)