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Die heilige Messe, wie sie der Priester am Altare bethet : nebst Angabe und Erklärung der Bestandtheile und Ceremonien derselben / von Leonh. Goffine
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heutzutage nicht mehr überall der Fall ist, so muß man sich doch erinnern, daß die Predigt ein ergänzender Be­standtheil der Sonn- und Festtags- Messe ist, und daß das zweite Kirchengebot nur Derjenige recht erfüllt, der auch die Predigt aufmerksam und andächtig anhört.

Das Credo, d. i. ,, Ich glaube," ist das nicänische Glaubensbekenntniß, und wird an allen Sonn und Festtagen und während deren Oktaven an den Festen Mariens, der Apostel und der Kirchenlehrer gebethet.

Hierauf folgt der erste Haupttheil der heil. Messe, das wim Offertorium oder die Opferung.

Der Priester nimmt Brod und Wein und bringt es Gott mit der Bitte dar, daß er diese Opfergaben segnen und zu einem wohlgefälligen Opfer werden lassen wolle. Hier­auf wäscht er sich die Hände, zum Zeichen jener vollkom­menen Reinigkeit, welche zur Darbringung des heil. Opfers erforderlich ist, und nachdem er in der Mitte des Altars ein kurzes Gebeth zu der allerheiligsten Dreieinigkeit ver­richtet hat, wendet er sich zum Volke und ermahnt es zum Gebethe mit den Worten: Orate fratres, bethet Brüder. Der Diener antwortet ihm, daß Gott sein Opfer gnädig annehmen wolle, worauf der Priester Amen sagt und dann die Secreta, d. i. das Stillgebeth bethet.

Auf das Stillgebeth folgt die Präfation, d. i. Ein­gang oder Vorrede( zur eigentlichen Messe oder zum Canon). Sie enthält eine Danksagung, welche nach den verschiede­nen Geheimnissen, die man feiert, verschieden ist, und eine Aufforderung, mit den Engeln und himmlischen Geistern