XII
Herrn fließet, wie aus Quellen des Lebens, kommen uns alle jene Gnaden zu, deren Fülle sich in Jesus findet; denn der uns das Blut des Sohnes gab, hat uns mit diesem Blute Alles gegeben. Kein Wunder daher, wenn wir mittelst dieses Blutes auch zeitliche Güter empfangen, die in Vergleich mit den geistigen nur ein wenig Staub sind."
Aber ach, wie muß ich mich wundern, auf der Welt in so vielen Seelen eine so geringe und so wenig Andacht, so geringe Liebesbezeigung, so wenig Dankbarkeit, die man diesem belebenden, liebevollsten Blute schuldig ist, zu sehen! Wer denkt daran? Wer danket ihm? Wer vergeht vor Liebe?
Doch ihr, der Verehrung des anbetungswürdigen Blutes Jesu geweihte Seelen, seid im Begriffe, einen ganzen Monat dem Dienste und der Liebesbezeigung gegen dieß göttliche Blut zu weihen; gleichwie die Israeliten, die ihre Thüren mit dem Blute des Lammes bezeichneten, die Schläge des Würgengels nicht erfuhren: eben so werdet ihr, besprengt und bezeichnet im Geiste und im Herzen mit dem Blute des unbefleckten Lammes, die Strafruthe der göttlichen Gerechtigkeit, die wir verdient, von uns entfernt halten. 810


