Druckschrift 
Der Monat Junius der Verehrung des kostbarsten Blutes unsers Herrn Jesu Christi geweiht : aus dem Ital. nach der 5. röm. Auflage von 1840 übers. u. versehen mit einem Anhange von Bruderschafts-Gebeten / hrsg. von Missionären der Congregation zum kostbarsten Blute mit römischer Censur
Entstehung
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XII

Herrn fließet, wie aus Quellen des Lebens, kommen uns alle jene Gnaden zu, deren Fülle sich in Jesus findet; denn der uns das Blut des Sohnes gab, hat uns mit diesem Blute Alles gegeben. Kein Wunder daher, wenn wir mittelst dieses Blutes auch zeitliche Güter empfangen, die in Vergleich mit den geistigen nur ein wenig Staub sind."

Aber ach, wie muß ich mich wundern, auf der Welt in so vielen Seelen eine so geringe und so wenig Andacht, so geringe Liebesbezeigung, so wenig Dankbarkeit, die man diesem belebenden, liebevollsten Blute schuldig ist, zu sehen! Wer denkt daran? Wer danket ihm? Wer vergeht vor Liebe?

Doch ihr, der Verehrung des anbetungs­würdigen Blutes Jesu geweihte Seelen, seid im Begriffe, einen ganzen Monat dem Dienste und der Liebesbezeigung gegen dieß göttliche Blut zu weihen; gleichwie die Israeliten, die ihre Thüren mit dem Blute des Lam­mes bezeichneten, die Schläge des Würgen­gels nicht erfuhren: eben so werdet ihr, be­sprengt und bezeichnet im Geiste und im Herzen mit dem Blute des unbefleckten Lam­mes, die Strafruthe der göttlichen Gerech­tigkeit, die wir verdient, von uns entfernt halten. 810