Druckschrift 
Der Monat Junius der Verehrung des kostbarsten Blutes unsers Herrn Jesu Christi geweiht : aus dem Ital. nach der 5. röm. Auflage von 1840 übers. u. versehen mit einem Anhange von Bruderschafts-Gebeten / hrsg. von Missionären der Congregation zum kostbarsten Blute mit römischer Censur
Entstehung
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XI

Wie viele Gnaden empfängt nicht vom Throne des himmlischen Vaters, wer es oft Ihm aufopfert für sein und seines Nächsten Heil? O kostbares Blut Jesu! O theueres, ge­liebtestes Blut! Wie entzündet sich durch Dich das Herz zur Liebe Jesu, der es ver­goß!, Haltet ein, und sehet, daß ich Gott bin!"( Pf. 45, 11.) scheint der ge­schlagene, zerfleischte, von Wunden triefende, mit Blut überströmte, gekreuzigte Jesus uns zuzurufen. Ein Gott von unendlicher Ma­jestät( nach der Erklärung Belarmins, Bel­larmin. in Psalm.) vergießt unter Ohnmach­ten Sein Blut für uns!.. und, o, mit welch' großer Liebe vergießt Er es?, Ja! diese Liebe," pflegte die heilige Katharina von Siena zu sagen, ist es, die man wohl be­trachten muß, um von heiliger Liebe ent­zündet zu werden; ohne solche Betrachtung bleiben wir kalt. Große, zärtliche, unbe­grenzte, flammende, brennende, großmüthige, ausdauernde und mehr, als jedes Feuer, ver­zehrende Liebe!"

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Sagen wir es kurz:, Durch dieß Blut sind wir von der Knechtschaft des Teufels befreit, von der Hölle erlöst, von der Sünde gereiniget, zu Kindern Gottes, Erben des ewigen Reiches gemacht worden. Mittelst dieses Blutes, das aus den Wunden des