XI
Wie viele Gnaden empfängt nicht vom Throne des himmlischen Vaters, wer es oft Ihm aufopfert für sein und seines Nächsten Heil? O kostbares Blut Jesu! O theueres, geliebtestes Blut! Wie entzündet sich durch Dich das Herz zur Liebe Jesu, der es vergoß!, Haltet ein, und sehet, daß ich Gott bin!"( Pf. 45, 11.) scheint der geschlagene, zerfleischte, von Wunden triefende, mit Blut überströmte, gekreuzigte Jesus uns zuzurufen. Ein Gott von unendlicher Majestät( nach der Erklärung Belarmins, Bellarmin. in Psalm.) vergießt unter Ohnmachten Sein Blut für uns!.. und, o, mit welch' großer Liebe vergießt Er es?, Ja! diese Liebe," pflegte die heilige Katharina von Siena zu sagen, ist es, die man wohl betrachten muß, um von heiliger Liebe entzündet zu werden; ohne solche Betrachtung bleiben wir kalt. Große, zärtliche, unbegrenzte, flammende, brennende, großmüthige, ausdauernde und mehr, als jedes Feuer, verzehrende Liebe!"
11
.
Sagen wir es kurz:, Durch dieß Blut sind wir von der Knechtschaft des Teufels befreit, von der Hölle erlöst, von der Sünde gereiniget, zu Kindern Gottes, Erben des ewigen Reiches gemacht worden. Mittelst dieses Blutes, das aus den Wunden des


