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wäffert und befruchtet und mit Bäumen verschiedener Art schmückt, von welchen ein jeder eigenthümliche Früchte zu seiner Zeit hervorbringt.( S. Joan. Chrys. tom. 46. alias 45. in Joan. n. 3 et 4.) d
Die heilige Gertrud sah aus den Wunden Jesu, wie aus einem lebendigen Quell, starke Ströme des göttlichen Blutes fließen, weßhalb sie zu sehen glaubte, daß, gleichwie das irdische Paradies von jenem reinsten Wasser, aus einem mächtigen Quell entsprungen, erfrischt und befruchtet war, weßhalb an jenem Orte unschuldige Freude, die Bäume immer grün, die Früchte immer süß und überall in Fülle waren: also auch durch die Wirksamkeit des Blutes des Herrn alle jene in der Tugend stets blühten, die auf dem Wege des Heiles und des Himmels wandelten. Und, o, welcher Trost erfüllt nicht täglich jene Seelen, und wie schreiten sie nicht vorwärts in der Vollkommenheit, die oft diesem Quell des Lebens sich nahen? Welch' üppige und reichliche Früchte trägt nicht ihr Geist davon? Welch' paradiesische Süßigkeit und Anmuth wird nicht jenem zu Theil, der darauf sein Vertrauen setzt? Welch' kräftige Aufmunterung ist dieß Blut nicht zu jeglichem guten Werke? wie erleichtert es nicht die Ulebung der Tugend?


