Druckschrift 
Der Monat Junius der Verehrung des kostbarsten Blutes unsers Herrn Jesu Christi geweiht : aus dem Ital. nach der 5. röm. Auflage von 1840 übers. u. versehen mit einem Anhange von Bruderschafts-Gebeten / hrsg. von Missionären der Congregation zum kostbarsten Blute mit römischer Censur
Entstehung
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wäffert und befruchtet und mit Bäumen ver­schiedener Art schmückt, von welchen ein je­der eigenthümliche Früchte zu seiner Zeit hervorbringt.( S. Joan. Chrys. tom. 46. alias 45. in Joan. n. 3 et 4.) d

Die heilige Gertrud sah aus den Wun­den Jesu, wie aus einem lebendigen Quell, starke Ströme des göttlichen Blutes fließen, weßhalb sie zu sehen glaubte, daß, gleich­wie das irdische Paradies von jenem rein­sten Wasser, aus einem mächtigen Quell entsprungen, erfrischt und befruchtet war, weß­halb an jenem Orte unschuldige Freude, die Bäume immer grün, die Früchte immer süß und überall in Fülle waren: also auch durch die Wirksamkeit des Blutes des Herrn alle jene in der Tugend stets blühten, die auf dem Wege des Heiles und des Himmels wandelten. Und, o, welcher Trost erfüllt nicht täglich jene Seelen, und wie schreiten sie nicht vorwärts in der Vollkommenheit, die oft diesem Quell des Lebens sich nahen? Welch' üppige und reichliche Früchte trägt nicht ihr Geist davon? Welch' paradiesische Süßigkeit und Anmuth wird nicht jenem zu Theil, der darauf sein Vertrauen setzt? Welch' kräftige Aufmunterung ist dieß Blut nicht zu jeglichem guten Werke? wie er­leichtert es nicht die Ulebung der Tugend?