Druckschrift 
Großzellerisches Blumenbüschlein, oder Marianischer Blumenstrauß, worin überaus anmuthige Gebete zur Morgens- und Abendszeit, zur heiligen Messe, Beicht, Communion, und bei Wallfahrten; wie auch zu der allerheiligsten Dreifaltigkeit [...] : zum frommen Angedenken an die 7te Jubiläumfeier der Gnadenkirche zu Maria-Zell, im Jahre 1857
Entstehung
Einzelbild herunterladen

des Gotteshauses zu Maria Zell.

9

Auf diese Vorstellung verlieh der heilige Va­ter auf die Feste der Geburt und Himmelfahrt Mariens einen Ablaß von 7 Jahren und eben so vielen Quadragenen und ertheilte zugleich den Maria- Zeller Beichtvätern die Erlaubniß, die ver­lobten Pilgerschaften und Abstinenzien in andere gute Werke zu verwandeln.

Dieser fromme großmüthige Kaiser bestätigte im Jahre 1454 den vom Kaiser Sigismund ge­gebenen Schirm- und Geleitsbrief und erklärte im Jahre 1459 das Gebiet von Zell von allen ge­genwärtigen und künftigen Anlagen frei.

Weil die Zahl der Besuchenden sich noch mit jedem Jahre mehrte, so beschloß Abt Benedict, unterstützt vom Kaiser Ferdinand III., die Kirche zu vergrößern, und legte auch wirklich am 6. Mai 1644 den Grundstein dazu. Kaiser Ferdinand der III. fam selbst in Begleitung der verwitweten Kai­serin Eleonora und des Erzherzogs Leopold nach Maria- Zell, besah den Bau und erklärte seine Zu­friedenheit damit. Auch die Päpste bekümmerten sich nun um die neue Kirche und schmückten sie mit besonderen Privilegien; ja Benedict XIII. aus dem Hause Ursini ertheilte jenen Gläubigen, so die hiesige Kirche mit wahrer Demuth besuchen, daselbst beichten, und nebst dem Gebete zur Aus­rottung der Keßereien, Einigkeit der christlichen Potentaten u. s. w. das allerheiligste Altarssacra­ment empfangen würden, jedesmal einen vollkom­menen Ablaß, und Benedict XIV. bestätigte nicht nur diese Bulle, sondern erklärte auch im Jahre