Druckschrift 
Großzellerisches Blumenbüschlein, oder Marianischer Blumenstrauß, worin überaus anmuthige Gebete zur Morgens- und Abendszeit, zur heiligen Messe, Beicht, Communion, und bei Wallfahrten; wie auch zu der allerheiligsten Dreifaltigkeit [...] : zum frommen Angedenken an die 7te Jubiläumfeier der Gnadenkirche zu Maria-Zell, im Jahre 1857
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

Ursprung und Aufnahme

nigen geringen Unbequemlichkeiten und Widerwär tigkeiten glücklich an; verrichteten mit Eifer und Inbrunst ihr Gebet, und gingen voll innerlichen Trostes wiederum nach Hause.

Bevor sie aber ihre Rückreise antraten, bes fahlen sie, daß für dieses marianische Bildnis, an statt der kleinen hölzernen Kapelle eine größere von Steinen auf ihre Kosten sollte erbaut werden. Dieses war die Veranlassung, daß der Ort und das Bild bekannter wurden, und von Zeit zu Zeit einige fromme Pilger sich hinbegaben, um Gott durch Mariam ihre Bitten vorzutragen, und durch fie von Ihm verschiedene Gnaden zu erhalten. Die Zahl solcher Pilger nahm zu, nachdem Ludevicus, König in Ungarn, welcher durch den weltberühm­ten Sieg mit 20,000 Mann der Seinigen 80,000 seiner Feinde ritterlich bestritten, und diesen Sieg der mächtigen Fürbitte der seligsten Jungfrau Ma ria zugeschrieben hatte, sammt seiner Gemahlin nac Zell gefommen war, um seine Dankbarkeit vorzüg­lich dem großen gütigen Gott und dann auch der feligsten Jungfrau Maria zu bezeigen. Hier hing biefer fromme König zu einem Opfer der Dank­barkeit sein siegħhaftes Schwert, seine Sporen, seine Krone, fein mit Edelsteinen geziertes und stattlich befestes Heiligthumtäferl, seine und seiner Königin mit Gold gewirkte Kleidung auf; bas vornehmste aber des Opfers ist das sogenannte Schatzkammer­bild, welches der König Ludovicus dem Gottes­hause geschenkt hat. Weil ihm aber nebstbei die Kapelle gar zu klein zu sein dünfte, bie häufig