Druckschrift 
Großzellerisches Blumenbüschlein, oder Marianischer Blumenstrauß, worin überaus anmuthige Gebete zur Morgens- und Abendszeit, zur heiligen Messe, Beicht, Communion, und bei Wallfahrten; wie auch zu der allerheiligsten Dreifaltigkeit [...] : zum frommen Angedenken an die 7te Jubiläumfeier der Gnadenkirche zu Maria-Zell, im Jahre 1857
Entstehung
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des Gotteshauses zu Maria Zell.

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ihren Herzen eingepflanzt, sie die Andacht eifrigst gelehrt und durch sein tugendhaftes Betragen zum frommen Leben, zur Anbetung Gottes und zum regelmäßigen Vertrauen auf Mariam gezogen. Vor diesem Bilde fand er seine größte Freude, seinen Trost in Betrübniß, seine Hilfe in Nöthen; er pflegte auch vor selbem seine Gebete zu verrichten; daher es dann geschah, daß die dafigen Hirten, welche ihn daselbst beten sahen, diese kleine Zelle nach seinem Tode zu ihrem allgemeinen Zufluchts­orte erwählten, um alldort ihr Gebet zu Gott aus­zugießen, und Mariam um ihre Vorbitte anzuru­fen. Noch berühmter wurde dieser Ort um das Jahr 1220, da der Markgraf von Mähren, Hein­rich, ein Sohn Theobalds, dem er auch späterhin in der Beherrschung Mährens folgte, indem er vom Jahre 1223 bis in das Jahr 1245 regierte, mit seiner Gemahlin, die entweder Agnes oder Ku­nigundis hieß, und eine Tochter des Herzogs Hein­rich aus Desterreich von Mödling war, dahin fam, um Gott allda zu danken für die Genesung von einer beschwerlichen Krankheit, die sie beide durch längere Zeit gequält hatte, und von der sie nun gesund geworden waren. Weil sie nun diese Genesung der Fürsprache der seligsten Jungfrau verdanken zu müssen glaubten, so wollten sie auch vor dem Bilde derselben ihren Gott vorzüglichst, alsdann aber auch der seligsten Jungfrau ihren Dank abstatten. Sie begaben sich demnach mit einem großen Ge­folge ihrer treuen und über das Glück ihres ge= liebten Fürsten entzückten Unterthanen in das noch wenig bekannte Zellerthal; kamen daselbst nach ei­