Ursprung und Aufnahme
weisung der unwissenden Bewohner des schon damals dem Stifte St. Lambrecht zugehörigen Zellerthales einen aus seinen unterstehenden Geistlichen dahin abzusenden, so wurde vor Allen dieser fromme Priester ernannt, nicht allein der weltlichen Obsicht, sondern auch der geistlichen Seelsorge im bemeldeten Orte vorzustehen. Er wollte aber ohne dieses Marienbild, welches er so sehr liebte, seine Reise nicht antreten; daher erbat er sich von sei ner hohen geistlichen Obrigkeit die Erlaubniß, dasselbe mit sich in die bemeldete Einöde nehmen zu dürfen. Es ist aber dieses Bildniß von Lindenholz, in Höhe eines Ellenbogens, anmuthig ausgearbeitet.
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Der Abt, der die demüthige Bitte seines Geistlichen und dessen festgestelltes Vertrauen gegen Marien ersah, bewilligte ihm sein Ansuchen und der fromme Mann begab sich mit seinem Bilde, als wie mit einem unschäßbaren Gute voll des größten Vergnügens, ohne ferneren Verzug auf den Weg. Er kam bald unter dem mächtigen Schuße Gottes, den ihm wohl die übergebenedeite Mutter Gottes mag erhalten haben, glücklich in dieses damals noch verwilderte Zellerthal an; er wählte zu seiner Wohnung jenen Ort, wo anjetzt das Gotteshaus steht; richtete allda von Holz eine kleine Zelle auf, und in derselben einen Altar, auf den er sein angenehmes Marienbild setzte. Hierauf hatte er den Anfang zu seinem Amte gemacht, die unwissenden Hirtenschaaren in dem seligmachenden Glauben unterwiesen, die Furcht Gottes


