des jungfräulichen Standes.
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an Jammer, Elend und Noth so reiches Zeitalter sich noch einigermassen erquicken kann. Dieses jungfräuliche Leben hat und kennt nur die katholische Kirche; darum hat auch nur sie die schönsten und rührendsten Erscheinungen in diesem Gebiete aufzuweisen. Sie allein hat jene geistlichen Orden in's Leben gerufen, die ihre Kräfte entweder der Bekämpfung der Ungläubigen, der Einlösung von christlichen Sklaven, der Pflege der Kranken, der Bekehrung der Völfer, dem Unterrichte und der Bildung der Menschheit- deren weiter oben blos einige vorübergebend erwähnt sind, widmeten und nocy widmen. Darum hat nur sie allein das Institut der barmherzigen Schwestern, denen Freunde und Feinde gleich große Bewunderung zollen müssen. Dieses, so wie alle übrigen derartigen Institute der katholischen Kirche gründen sich aber im tiefsten Grunde auf das jungfräuliche Leben; wo dieses fehlt, da gedeiht nie eine folche Pflanze, und deßhalb werden die Bestrebungen außerhalb der katholischen Kirche, das Institut der grauen Schwestern auch auf unfatholischen Boden zu verpflanzen, zwar an sich löblich, aber gerade wegen Geringschätzung und Mangel an dieser edlen Perle, ohnmächtige und erfolglose Nachahmungsversuche bleiben.
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Das bisher Gesagte über die Erhabenheit des jungfräulichen Standes wird dich, christliche Seele, mit hoher Begeisterung erfüllen, vielleicht in dir den Wunsch rege machen, abgeschlossen von der Welt in einem Kloster ebenfalls Jesum, dem Bräutigam der Jungfrauen, dich ganz weihen zu wollen. Da nun einerseits Vielen, mannigfacher Hinderniſſe wegen, der Weg in's Kloster abgeschnitten ist, andrerseits aber wieder manche ohne reifliche Ueberlegung und Selbstprüfung sich dem Klosterleben widmen, später aber diesen zu übereilt gethanenen Schritt bitter zu bereuen Ursache haben, so soll für beide Fälle gezeigt werden, theils welche Eigenschaften das Klosterleben bedinget, theils wie
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