Vom jungfräulichen Stande.
Jungfrauen, die Beruf dazu hätten, jedoch ihren deßfallsigen Wunsch nicht ermöglichen können, auch mitten in dem Gewühle der Welt enthaltsam und gottselig leben können; nicht minder erfordert es die Natur der Sache, jene Jungfrauen dabei zu bedenken, welche in den Ehestand zu treten gesonnen sind und werden selbe über den Beruf hiezu und auf die mit demselben verbundenen schweren Obliegenheiten aufmerksam gemacht, und auch wieder jene berücksichtiget werden, wenn der Wittwenstand später deren Loos wird,
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wie solche auch da noch, dem Ausspruche des heiligen Paulus( 1 Cor. 40) gemäß, die Tugend der Keuschheit liebgewinnen und pflegen sollen.
Alle diese und sonstige noch in dies Bereich gehörende Punkte werden nachfolgend im I. Theil dieses Jungfrauenbuches in erschöpfender Weise abgehandelt; im II. Theile hingegen der christlichen Jungfrau Gebete und Belehrungen für alle Tages- und Festzeiten, für alle Anliegen, Verhältnisse und Bedürfnisse dargeboten, welche nur immer der Andacht suchenden Seele auf den gefahrvollen Pfaden der Unschuld im Ringen und Streben nach Vollkommenheit wünschenswerth und dienlich seyn können.


