des jungfräulichen Standes.
terkeit mit den lebhaftesten Farben geschildert und das Feuer thierischer Liebe entzündet wird; die Seltenheit gediegener Schriften, durch welche die jungfräuliche Reinigkeit in ihrer Schönheit und in den Mitteln zu ihrer unversehrten Bewahrung faßlich dargestellt wird,... dieses sind die Hauptursachen, warum der jungfräuliche Stand seit mehr denn sechzig Jahren weniger gekannt, geliebt, hochgeachtet und verbreitet ward. Eben diesen Ursachen ist es zuzuschreiben, warum jene Jünglinge und Jungfrauen, welche von der Gnade des Herrn wunderbar angezogen, zeitlebens ihren Geist und Leib keusch bewahren und mitten in der Welt wie Engel leben wollten, sich für den jungfräulichen Stand kaum zu erklären wagten, die vorzüglichsten Mittel zur vollkommenen Bewahrung desselben nicht kannten, und wenn sie felbe fannten, dennoch ihrer beraubt wurden.
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Allein es gefiel dem Herrn, in unsern Tagen den Geist des Gebetes reichlicher über die Gläubigen auszugießen, fie mit größerer Liebe zu seiner heiligen Kirche und allen ihren Anstalten zu erfüllen, durch die heiligen Missionen das Streben nach Vollkommenheit zu erwecken, die Neigung zum jungfräulichen Stande zu befördern, in vielen Familien zu Stadt und Land den Sinn für flösterliches Leben hervorzurufen und mehrere Gemeinden, wie in den ersten Jahrhunderten der Kirche, mit Jünglingen und Jungfrauen zu schmücken, welche Gott ungetheilt angehören und bei allen Beschäftigungen des häuslichen Lebens und bei allem Verkehr mit der Welt die angelobte jungfräuliche Reinigkeit fleckenlos bewahren. Zeugen des erwachten klösterlichen Sinnes und Strebens nach Vollkommenheit sind unter andern das üppige Aufblühen der Institute der armen Schulschwestern, der Frauen vom guten Hirten, der barmherzigen Schwestern, deren segensreiches Wirfen für geistiges und leibliches Wohl bis in die fernsten Welttheile sich schon erstreckt.
Darum, christliche Jungfrau! wenn du in deinem Herzen Sehnsucht nach etwas Höherem verspürest, wenn du nur


