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des jungfräulichen Standes.
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Ambrosius lehrt: ,, Die Schönheit und der Glanz der Jungfräulichkeit sind so herrlich, daß der menschliche Verstand dieselbe nicht fassen und begreifen kann." Der heilige Hieronymus erhebt das Lob der Jungfräulichkeit in folgenden Worten: ,, Der Sohn Gottes erschien auf Erden und stiftete eine neue Familie, damit Er auch auf Erden Engel habe, die ihn anbeten, wie Er von den Engeln angebetet wird. Die Jungfrauschaft hat den Sohn Gottes so entzückt, daß Er von einer Jungfrau wollte geboren werden. Er selbst ist Jungfrau, seine ganze Familie ist Jungfrau." Und der heilige Chrysostomus, Patriarch von Konftantinopel, drückt sich folgendermassen aus: Die Jungfrauschaft übertrifft den Ehestand um so viel, als die Engel den Menschen an Vortrefflichkeit übertreffen."- ,, Die jungfräuliche Reinigkeit ist himmlischer Natur, sagt der heilige Augustin, und sie ist das Vorbild des Zustandes der Seelen."
Der jungfräuliche Stand ist jener Stand, der, wenn er wegen seiner Erhabenheit nur durch besondere Gnade Gottes gewählt, festgehalten und bewahrt werden kann, dennoch in allen Jahrhunderten der christlichen Kirche von tausend und tausend Christen beiderlei Geschlechts gewählt, in der Welt bei allen Stürmen der Sinnlichkeit, wie in oen Klöstern bei den häufigen Anfällen des bösen Feindes, in der Wüste und in den zügellosesten Städten, in den Hütten der Armen und in den Pallästen der Reichen standhaft bis in's höchste Alter behauptet wurde, und diesen Helden der christlichen Religion die Krone auserwählter Bräute Jesu Christi erwarb, der da ist der Bräutigam der heiligen Kirche, der Bischof unserer Seelen, Gott hochgelobt in Ewigkeit. Amen.
Ueber die Menge der Christen beiderlei Geschlechts, welche im ersten und zweiten Jahrhundert der christlichen Kirche sich dem jungfräulichen Stande gewidmet, schreibt der heil. Martyrer Justinian an den römischen Kaiser also: ,, Man sieht viele Christen von sechszig und sieben.


