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Jesus und die Jungfrau : vollständiges Unterrichts- und Gebetbuch für christliche Jungfrauen aller Stände größtentheils in Gesprächen zwischen Jesus und der frommen Seele ; in zwei Abtheilungen
Entstehung
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eines wahren Christen.

wenn du diese Unschuld durch ein fündenvolles Leben be­fleckest. Dieses weiße Gewand, mit dem man dich beklei­oete, wird dich an jenem schrecklichen Tage verdammen; der Priester, der dich taufte, wird wider dich aufstehen, und Gott zur Rache auffordern wegen des Mißbrauchs, den du von der Gnade der heil. Taufe gemacht hast.

Ich will dir bei dieser Veranlassung eine merkwürdige Handlung, des Diakon Murita von Karthago gegen den arianischen Richter Elpidophorus, erzählen, der getauft wor­den war, und in der Folge wieder dem katholischen Glau­ben entsagt hatte. Als dieser heilige Diakon vor den bösen Richter gerufen wurde, um Rechenschaft von seinem Glaubeu zu geben, nahm er die weißen Kleider mit sich, mit denen er ihn bei der heil. Taufe bekleidet hatte, und sprach, indem er sie ihm im Angesichte Aller vorzeigte, diese Worte, welche alle Umstehenden bis zu Thränen rührten: ,, Sieh, o Elidophorus! Diener des Irrthums, die weißen Kleider, welche dich vor der Majestät Gottes am Tage des Gerichtes anklagen werden. Ich habe sie sorgsam aufbe­wahrt zum Beweise deines Abfalles vom Glauben; sie wer­den dich in die Tiefe der Hölle stürzen. Sie dienten dir zum Schmucke, als du unbefleckt aus der heiligen Taufe hervorgingst; einst aber werden sie dienen, deine Qualen zu vergrößern in den ewigen Flammen."

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Damit du nun, christliche Jungfrau! das schneeige Kleid, welches dir in der Taufe angethan wurde, unbefleckt einstens vor Gottes Thron bringen mögest, ist nichts ge­eigneter, als daß du schon in den Tagen deiner Jugend den Entschluß fassest, dich ganz Gott zu schenken; dazu werden dich besonders vermögen die folgenden Punkte:

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3. Vom Wohlgefallen Gottes am Dienste der jugendlichen Seelen.

ie Jugendzeit ist des Lebens Anfang. Nun ist aber gewiß, daß Gott von allen Dingen die Erst­linge verlangt. Deßwegen hatte Er im alten Gesetze an­