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Der heilige Gesang bei dem Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirche : nebst den durch's Jahr gebräuchlichen Andachten, Gebethen und Litaneien
Entstehung
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nicht zu umfassen vermögen, kömmst zu mir, steigst von deinem himmlischen Throne herab, um bei ei nem schwachen Menschen einzukehren. O, welch) ein neuer Beweis von der Versicherung, die du einst als len fündigen Menschenkindern gegeben hast: ,, Ich bin gekommen die Sünder zu suchen und selig zu machen; die Starken bedürfen des Arztes nicht, sone dern die Kranken." mein liebreichster Jesu! wie unbegreiflich groß ist deine Liebe! wie sehnlich dein Verlangen, alle Menschen durch zuvorkommende Er barmungen an dich zu ziehen! und was ist dagegen aller Dank, den wir elende Menschen dir dafür ers statten können! gleichwohl wirst du, der du mir als les ohne mein Verdienst gegeben hast, mit meinem Unvermögen Mitleid haben, und meine Dankbegierde. so unvollkommen sie auch ist, dir gefallen lassen. Ich erkenne daher mit dankerfülltem Herzen, was du heute an mir gethan, und will deine Barmherzigkeit nie vergessen, sondern laut verkündigen, und in alle Ewigkeit preißen.

Womit werde ich dem Herrn vergelten alle seine Wohlthaten? Womit anders, o mein Gott! als daß ich mich mit allem, was ich bin, habe und vers mag, dir ergebe. Was willst du also, daß ich für dich thue, mein Heiland? Welches Opfer verlangst du vorzüglich von mir, zur Erkenntlichkeit für die unschätzbare Gnade, die du mir heute erwiesen hast? Sprich, Herr! und ich höre. Und du sagst: ,, wer mein Fleisch isset, und mein Blut trinket, bleibt in mir, und ich in ihm." Dies ist dein heiligster Wille. So will ich dann alles anwenden, um in dir, und bei dir zu bleiben, und ganz durch dich, und für dich zu leben. Alles, was von mir abhängt, mein Verstand, mein Wille, meine Gesundheit, meine Kräfte, meine Ehre, mein Hab, alles soll künftig dir, o mein Heiland! gewidmet seyn. Unterwirf Bb2