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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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Von der Erzbruderschaft

lichen Vortheilen zu beschenken, und mit dem Titel einer Erz­bruderschaft für Frankreich zu beehren. Dieß geschah Anfangs Mai 1837. Die Bittschrift konnte vor dem Monat April 1838 Sr. Heiligkeit nicht vorgelegt werden. Die Verzögerung war seinen Wünschen entgegen, in den Rathschlüssen der ewigen Vorsehung aber gerade das Mittel, größere Gnaden ihm zu verschaffen. In der Zwischenzeit waren nämlich zahlreiche, wunderbare Bekehrungen, die unten erzählt werden, gewirkt worden, hatte durch den Ruf derselben die Bruderschaft in ver­schiedene Diözesen Frankreichs Eingang und Aufnahme gefun­den, und sich über die Grenzen des Königreichs in mehrere Länder Europas, selbst bis nach Amerika, San- Domingo, den Bermuds- Inseln, Martinique und andere Gegenden verbreitet.

Das Zusammentreffen solcher Wirkungen und Fortschritte entflammte seinen Eifer noch mehr. Er ließ durch die Mitglie­der der Bruderschaft die Angelegenheit Mariä empfehlen, und sendete einen zweiten Bericht über die Gnadenerweisungen und Fortschritte, womit Gott das begonnene Werk segnete, nach Rom. Der Augenblick der göttlichen Vorsehung war nun gekom­men. Der Statthalter Jesu Christi erhob durch ein apostolisches Breve den kleinen Gebet- Verein zu einer Erzbruderschaft für die ganze Kirche, ertheilte dem Pfarrer unserer lieben Frau vom Siege zu Paris auf ewige Zeiten die Vollmacht, dieser Erzbruderschaft alle Vereine, welche sich zu gleichem Zwecke wann und wo immer bilden würden, einzuverleiben, und bereicherte denselben mit vielen Begünstigungen und Ablässen.

Von nun an eröffnete sich der Wirksamkeit der Erzbruder­schaft ein unermeßliches Feld. Sie erhielt hiedurch die Sendung, allen christlichen Herzen das Verlangen nach der Bekehrung so vieler Sünder einzuflößen, die sich in dem Gewühle so großer Gleichgiltigkeit verlieren, deren Heil aber als Menschen und Christen, oft als Verwandte und Freunde, sie so nahe angeht.­

Die Zahl der Mitglieder in Frankreich grenzt an das Unglaubliche. Im Anfange des Jahres 1840, also drei Jahre nach ihrer Gründung, zählte sie mehr als 20,000 Mitglieder. Das Register von Paris enthält einzig in vier Foliobänden 53,006 Namen, unter denen sich 19,803 Männer befinden. Sie ist in 36 Bisthümern und Seminarien, in beinahe sämmt­lichen kirchlichen Anstalten und Orden errichtet. In der Schweiz, in Schweden und mehreren Ländern haben sich Bruderschaften zu gleichem Zwecke gebildet, welche mit der Erzbruderschaft vereinigt, an allen ihr verliehenen Gnaden Antheil nehmen. 3m Jahre 1840 ward sie durch eifrige Missionäre auch nach