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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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Von der Erzbruderschaft

,, Wir knieeten vor dem Allerheiligsten, bei diesem Rufe ber Reue und Liebe frohlockte unser Herz; wir erhoben unsere Augen weinend zum Bilde Mariens und sprachen: O meine gute Mutter! du hörest dieses Rufen der Liebe und des Ver­trauens: du wirst diese armen Sünder retten, welche dich ihre Zuflucht nennen! O Maria! nimm diesen frommen Verein unter deinen Schuß; und gib mir zum Zeichen dessen die Bekehrung des Herrn N., ich werde Morgens in deinem Namen zu ihm gehen." ,, Herr N. war der letzte noch lebende Minister des tugend­haften Ludwig XVI. Berdorben durch die Lehren der vorgeblichen Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts bekannte er sich seit seiner Jugend zu feiner Religion mehr. In einem Alter von 80 Jahren, seit einigen Monaten blind und frank, war er noch bei vollkommenem Verstande, und vielen Familien ein weiser Rathgeber in schwierigen Fällen. Mehrere Male hatten wir uns bei ihm ankündigen lassen, ohne eingelassen zu werden. Am Montage, 12. Dezember, kamen wir wieder; man wollte uns wie zuvor abweisen; wir brangen darauf, eingelassen zu werden, und es wird uns endlich gestattet. Nach einigen höflichen Worten sprach Hr. N. ohne Umschweif: ,, Herr Pfarrer, möchten Sie mir doch Ihren Segen geben?" Nachdem er ihn empfangen hatte, fügte er bei: Wie thut mir doch ihr Besuch wohl! sehen kann ich Sie nicht; allein ich empfinde 3hre Gegenwart. Seitdem Sie bei mir sind, verspüre ich eine innerliche Zufriedenheit und eine Freude, die ich noch nie empfunden habe!- Es hielt nicht schwer, dieser von der Gnade so sichtbar gerührten Seele Worte des Heiles hören zu lassen. Auch verließen wir den Kranken nicht, ohne die Beicht mit ihm angefangen zu haben. Gott beschenkte diese Seele mit häufigen Gnaden, welche sie getreu benützte. Hr. N. lebte bis den 10. April 1837, und widmete alle Tage seit seiner Bekehrung den Uebungen des Glaubens, der Hoffnung, der Reue, der Liebe und der Ergebung in den göttli­chen Willen.- Tausend Dank sei der allerfeligsten Gottesmutter für ihre huldvolle Fürsprache!";

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,, Ein so auffallender Beweis der Fürbitte Mariens, wo­mit unser Gebet gefrönt worden, verwischte die letzte Spur der Furcht und Ungewißheit, und erfüllte uns mit der festen und freudigen Zuversicht, daß das begonnene Werk Gott wohlge­fällig, seines Segens gewiß sehn werde."

,, Durch diese außerordentliche Bekehrung war die Bruder­schaft des heiligen und unbefleckten Herzens Mariä gleichsam auf göttliche Weise errichtet. Den 16. Dezember 1836 erhielt ste die Genehmigung des hochwürdigen Hrn. Erzbischofes mit