der allerfeligsten Jungfran.
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giühte sie aber auch, als die ersten schweren Verfolgungen sich gegen dieselbe erhoben, ihr Blut zu größerem Glanze derselben zu ergießen, so gehorchte sie dennoch, die durch das Vorbild ihres göttlichen Sohnes Gehorsam bis zum Tode gelernt hatte, dem Worte des Jüngers, dem der Herr vom Kreuze sie empfohlen hatte, und folgte ihm nach Ephesus, wo sie viele Jahre in heil. Stille zum unaussprechlichen Troste der Gläubigen lebte; wiewohl sie späterhin nach Jerusalem zurückkehrte, wo sie auch ihr heil. Leben beschloß. Wie viele himmlische Züge verbarg uns euch hier ihre tiefste Demuth, die nur von Gott allein erkannt seyn wollte! und wie viel Wunderbares, das nun ein undurchdringlicher Schleier birgt, werden ihre getreuen Verehrer zu ihrer unaussprechlichen Freude erst in jenem Leben erfahren! Denn wie tief ihr Stillschweigen über ihre erhabenen Vorzüge, wie überaus demüthig ihre Bescheidenheit war, ersehen wir aus ihrem Verhältnisse zu ihrem heil. Bräutigam Joseph, den sie, als den von Gott selbst ihr gegebenen Beschüger, mit so aufrichtiger als reiner Zartheit liebte, und dem sie dennoch, so sehr auch ihr Herz bei seiner tiefen Betrübniß über ihre Schwangerschaft litt, die er sich nicht erklären konnte, das hocherhabene Geheimniß nicht offenbarte, das der heil. Geist in ihr gewirkt hatte, bis Gott, der ihr Vertrauen nicht zu Schanden werden ließ, seinen Engel sandte, dasselbe ihm zu verkündigen. So zweifelt auch Niemand, daß sie, die so großen Antheil an der Verbreitung des Evangeliums nahm, viele und große Wunder wirkte, die der Welt nicht fund werden sollten. Auch bedurfte sie dieses Glanzes nicht, ihre Glorie zu erhöhen, deren Lob der Evangelist in den Worten erschöpft: ,, Von ihr ward Jesus geboren, der Christus genannt wird."( Matth. 1.)
Dreizehntes Kapitel. Von dem Schlummer der allerfeligsten Jungfrau.
Endlich nahte die Zeit heran, wo das Feuer der göttlichen Liebe, in welchem sie, wie ein heil. Lehrer spricht, nur durch ein Wunder der Allmacht vom frühesten Anbeginn ihres Lebens fortwachsend brennen konnte, ohne verzehrt zu werden, zu einer unermeßlichen Flamme erwuchs, die bie Bande ihres heiligen Leibes auflöste. Gleich ihrem göttlichen Sohne rief sie, sonder Zweifel, in heiliger Sehnsucht aus: ,, Und nun, o Vater, rufe mich zu dir, daß ich deine Herrlichkeit schaue und die Herrlichfeit deines Eingebornen!"
Eins mit dem Willen Gottes, für den allein sie lebte und starb, hatte diese süße Mutter der Christenheit, die alle Glie


