der allerfeligsten Jungfrau.
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sprach: ,, Du sollst Gott, deinen Herrn anbeten! Er jedoch erwiederte: Laß auch du, geliebte Mutter, deinen Sohn sein Gebot vollbringen, daß ich, meine Menschwerdung vorwissend, aussprach:" Du sollst Vater und Mutter ehren!"- Nimmer, sprach die Mutter, sollen die Engel denjenigen, den sie anbeten, zu den Füßen eines dürftigen Weibes schauen! Steh auf, mein Geliebter!- Jesus, ihr Sohn aber, damit nicht die Kinder der Menschen die Mutter vor dem Sohne gebeugt schauen: Erhebe dich, meine Vielgeliebte!- Sträflich bin ich vor Gott und den Engeln, erwiederte sie, wofern ich dich nicht anbete und res dulde, daß du mir Ehrfurcht érzeigest! Ich aber würde vor dem Herrn, vor den Engeln und Menschen sträflich erscheinen, wenn ich die Ehrfurcht dir nicht erzeigte, die dir als einer wahren Mutter gebührt.- Solche und ohne Vergleich Bere Dinge, die alle Fassungskraft des Geistes übersteigen, ngen zwischen dieser Mutter und diesem Sohne vor.
Nur noch einmal sehen wir, nach seiner Rückkehr, dieß Licht der Welt vor seiner öffentlichen Erscheinung in den Fluren des Evangeliums. Wo anders aber sähen wir ihn, den Herrn des Tempels, als im Tempel des Herrn?- Namenloser Schmerz und tödtliche Angst erfüllte die Brust der liebendsten und geliebtesten Mutter, als sie das einzige und köstlichste Kleinod ihres Herzens vermißte, und tiefe Rührung ergreift jede fromme Seele, die die Geschichte dieser heiligen, anmuthigen und lehrreichen Wallfahrt der heiligen Familie nach Jerusalem erwägt. Doch nur wie der reine Blitz des Himmels, der das Azurgewölbe schnell eröffnet, und eben so schnell wieder verschließt, strahlt dieß göttliche Licht aus der tiefen Verborgenheit, und ein undurchdringlicher Schleier verbirgt uns eine lange Reihe von Jahren, diese hochheilige Familie, das himmsche Paradies auf Erden, das ganz in Gott verborgen, ihm allein lebte; und wo das ewige Wort des Vaters, den Menschen gehorsam, uns stolzen Menschenkindern die wichtige Lehre des Gehorsams und der Demuth empfahl. Wer ermißt aber die Glückseligkeit der Jungfrau und des heiligen Greises, die über bem größten Schatz des Himmels aller irdischen Dürftigkeit Lergaßen, und in süßer Einsamkeit an einem Anblick sich weideten, nach dessen Anschauung die Engel des Himmels gelüſtet!
heiliger Freude gedachten so viele fromme Seelen dieses verborgenen Lebens, wo der Herr der Welt und seine hochgelieste Mutter durch ihr Beispiel uns lehren, daß nicht äußerlice und glänzende Thaten in den Augen der Welt, sondern eir innerlicher Wantel vor Gott in stiller Demuth, Arbeitsam2*,
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