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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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der allerfeligsten Jungfrau.

gen! Dann, wie diese heil. Familie auf die Ermahnung des Engels nach Egypten floh, wobei die weiseste und heiligste Vor­sehung, ohne die Freiheit des menschlichen Willens und seine Bosheit zu stören, auf wunderbare und verborgene Weise ihre Absichten erreichte, die Wuth der Tyrannei zu verlachen, die süßen Knäblein, die als Erstlingsopfer ihr Blut für ihn dar­gaben, mit der rosigen Marterkrone zu krönen, und jene alte Weissagung zu erfüllen: ,, Sieh der Herr wird au er leich­ten Wolke emporsteigen, und nach Egypten ziehen, udies wer­den alle Görenbilder Egyptens erschüttert werden."( 3sai 19.) Denn diese leichte Wolke war seine heil. Menschheit, die seine Gottheit verschleierte, welche durch ihre Gegenwart dieß abgöt­tische Land zu einem Aufenthalte zahlloser Einsiedler weihte, die in der Folge daselbst dem Herrn Tag und Nacht in Gebet und heiliger Abtödtung dienten.

Achtes Kapitel. Herzensergießungen der Heiligen über die ſüße Kindheit Chrifti.

Wunderlich sind die Betrachtungen der Heiligen über das, ob auch undurchdringliche, doch überaus süße Geheimniß der heiligen Kindheit des eingebornen Sohnes Gottes in Menschen­gestalt; und Viele hinterließen ihre Herzensergießungen darüber in bleibenden Denkschriften. ,, Wer spricht es aus," ruft der heil. Thomas von Villanova ,,, von welcher Liebesgluth Maria glühte, wenn sie ihren drei bis vierjährigen Sohn anblickte, wie er kindlich vor ihren Augen spielte, mit freundlichem Ant­litze sie anlächelte, mit süßer Kindlichkeit ihr liebkos'te, den sie mit ihrer eigenen Milch getränkt, und aus ihrem Eigenen er­nährt hatte! O jungfräuliches Herz, vom Feuer der Liebe glü­hend! o heilige Brust, brennend gleich untilgbaren Feuern, und flammend gleich den Seraphim! o zarter jungfräulicher Leib, wie wirst du von solchen Gluthen nicht aufgelöst! Welche Be­redsamkeit reicht hin, die feurigen Entzückungen deines jung­fräulichen Herzens zu entfalten! Welche Fassungskraft, sie mit ben Gedanken zu erreichen! Jene allerhöchste Sonne hat mit ihren lebendigen Gluthen sie durchströmt. Doch fürchte dich nicht, o Tochter Jerusalem! denn mit dir ist der heil. Geist; dich über­schattet des Aller höchsten Kraft, daß du es vermögest, in den Gluthen einer so gewaltigen Sonne zu bestehen; und sie, die Andere erleuchtet, überschattet dich, daß sie das Feuer und den Blizglanz des göttlichen Lichtes für dich milderte."

,, Entfalte uns," spricht der nämliche heil. Bischof an ei­ner andern Stelle, ,, entfalte uns, e seligste Jungfrau, jene

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