der allerfeligsten Jungfrau.
gen! Dann, wie diese heil. Familie auf die Ermahnung des Engels nach Egypten floh, wobei die weiseste und heiligste Vorsehung, ohne die Freiheit des menschlichen Willens und seine Bosheit zu stören, auf wunderbare und verborgene Weise ihre Absichten erreichte, die Wuth der Tyrannei zu verlachen, die süßen Knäblein, die als Erstlingsopfer ihr Blut für ihn dargaben, mit der rosigen Marterkrone zu krönen, und jene alte Weissagung zu erfüllen: ,, Sieh der Herr wird au er leichten Wolke emporsteigen, und nach Egypten ziehen, udies werden alle Görenbilder Egyptens erschüttert werden."( 3sai 19.) Denn diese leichte Wolke war seine heil. Menschheit, die seine Gottheit verschleierte, welche durch ihre Gegenwart dieß abgöttische Land zu einem Aufenthalte zahlloser Einsiedler weihte, die in der Folge daselbst dem Herrn Tag und Nacht in Gebet und heiliger Abtödtung dienten.
Achtes Kapitel. Herzensergießungen der Heiligen über die ſüße Kindheit Chrifti.
Wunderlich sind die Betrachtungen der Heiligen über das, ob auch undurchdringliche, doch überaus süße Geheimniß der heiligen Kindheit des eingebornen Sohnes Gottes in Menschengestalt; und Viele hinterließen ihre Herzensergießungen darüber in bleibenden Denkschriften. ,, Wer spricht es aus," ruft der heil. Thomas von Villanova ,,, von welcher Liebesgluth Maria glühte, wenn sie ihren drei bis vierjährigen Sohn anblickte, wie er kindlich vor ihren Augen spielte, mit freundlichem Antlitze sie anlächelte, mit süßer Kindlichkeit ihr liebkos'te, den sie mit ihrer eigenen Milch getränkt, und aus ihrem Eigenen ernährt hatte! O jungfräuliches Herz, vom Feuer der Liebe glühend! o heilige Brust, brennend gleich untilgbaren Feuern, und flammend gleich den Seraphim! o zarter jungfräulicher Leib, wie wirst du von solchen Gluthen nicht aufgelöst! Welche Beredsamkeit reicht hin, die feurigen Entzückungen deines jungfräulichen Herzens zu entfalten! Welche Fassungskraft, sie mit ben Gedanken zu erreichen! Jene allerhöchste Sonne hat mit ihren lebendigen Gluthen sie durchströmt. Doch fürchte dich nicht, o Tochter Jerusalem! denn mit dir ist der heil. Geist; dich überschattet des Aller höchsten Kraft, daß du es vermögest, in den Gluthen einer so gewaltigen Sonne zu bestehen; und sie, die Andere erleuchtet, überschattet dich, daß sie das Feuer und den Blizglanz des göttlichen Lichtes für dich milderte."
,, Entfalte uns," spricht der nämliche heil. Bischof an einer andern Stelle, ,, entfalte uns, e seligste Jungfrau, jene
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