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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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Kurze Lebensgeschichte

ses starken Weibes, die die Arme dessen bindet, der in seiner Allmacht Himmel und Erde schuf, die mit der Milch ihrer engelreinen Brüste ihn säugt, der die Vögel des Himmels nährt, und ihn Sohn nennt, den die Cherubim und Seraphim zitternd und in Ehrfurcht anbeten.

Papitel. Von den übrigen Geheimnißen der Mensch pti.

In stiller Demuth, wie sie dem Befehle des Kaisers sich gefügt hatte, und mit ihrem heil. Bräutigam Joseph nach Beth­lehem zur Einschreibung gepilgert war; welche Zeit Gott, der die Zeiten und ihre Fülle lenkt, und dessen Weisheit von einem Ende zum andern reichend, alle Dinge mit lieblicher Milde ordnet( Weisheit 8), ohne daß die menschliche Klugheit es ge­ahnet hatte, zur Erfüllung jener Weissagung bestimme: ,, Und du, Bethlehem Ephrata, bist zwar gering unter den Tausenden von Juda: doch aus dir wird Derjenige mir hervorgehen, der da Herrscher seyn soll über Israel, und dessen Ausgang von Anbeginn, von den Tagen der Ewigkeit ist!"( Mich. 5.); in eben dieser Stille und Demuth kehrte sie nach der einfachen Stadt Nazareth zurück, und pflegte daselbst, in heiliger Ver­borgenheit, die Kindheit dieses ewigen Herrschers, des Gottes in findlicher Gestalt! In ganz eigenthümlichen Sinne konnte diese Dreieinigkeit auf Erden sprechen, was der Apostel spä­terhin aussprach: ,, Unser Leben ist mit Christo in Gott ver­borgen!"( Koloff. 3.) 3hm lebte, ihm diente die himmlische Königin gleich der geringsten Magd, und unaussprechlicher Trost durchströmte ihr Herz bei dem Anblicke des göttlichen Säug­lings, vor dessen Wiege sie oft in himmlische Betrachtungen versenkt, das Kind anbetete, dessen unendliche Majestät sie al­lein erkannte, die ihn vom heil. Geiste empfangen hatte.

Noch erzählt uns die heil. Geschichte, in welcher Treue die reinste der Jungfrauen dem Gesetze, das den Weibern vor­geschrieben war, die nach menschlicher Weise empfangen hatten, sich in heil. Demuth unterwarf; damit sie gleich ihrem göttli­chen Sohne, der die Taufe der Sünder von Johannes empfing, alle Gerechtigkeit erfüllte, und wie das göttliche Kind sein Licht ausstrahlte, den heil. Greis Simeon zu erleuchten, der, als sie im Tempel des Herrn ihn zum Morgenopfer brachte, und durch die Gabe der Armuth ihn loskaufte, der durch sein Abendopfer die ganze Menschheit loskaufen sollte, den lange Verheißener mit seinen Armen umfing, und die bedeutungsvolle Weisha­gung aussprach, ein Schwert würde einst ihr Herz durchdrin­

Siebe werd