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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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der allerseligsten Jungfrau.

Dem Engel Gottes als Hinderniß anzeigte, den Befehlen ihrer Vorgesetzten ohne Widerrede sich fügte, und mit ihrem heil. Bräutigam Joseph sich verloken ließ, der gleich ihr, aus dem königlichen Hause David entsprossen war; doch in unscheinba­rer Demuth, Armuth, heiliger Keuschheit und Verborgenheit, als ein Fremdling in dieser Welt vor Gott wandelte, der allein den Schatz seiner blühenden Tugenden kannte.

Sechstes Kapitel. Von dem Aufenthalte der allerseligsten Jungfrau zu Nazareth, und dem Geheimniß der Menschwerdung Christi.

Ein heiliger Schleier lag auf jener bedeutungsvollen Zeit dem Mittelpunkt und der Fülle aller Zeiten. Tief verborgen war der Welt das erhabenste aller Geheimnisse; tief verborgen den Blicken der dämonischen Geister; aber in heiligem Entzücken sahen die himmlischen Heerschaaren auf das stille Haus zu Na­zareth hernieder. Nach dieser Zeit hatte der sterbende Jakob sich gesehnt, als er ausrief: ,, Ich werde dein Heil erwarten!" ( Genes. 49.); nach ihr sehnten sich die Stammeltern des mensch­lichen Geschlechtes; nach ihr alle heil. Patriarchen und Prophe ten, die in hocherhabenen Aussprüchen diese Fülle der Zeit ver­kündiget, doch die göttlichen Verheißungen nur von ferne be­grüßend, in ihrer Pilgrimschaft vorüber gegangen waren! Dieß war die Zeit, wo der Allerhöchste seinen heil. Engel sandte, der Gnadenvollen und Gesegneten aus allen Weibern, ſeinen ewigen Rathschluß zu verkündigen; das köstliche Kleinod seines Herzens, seinen eingebornen Sohn ihr zu vertrauen, dessen Menschwerdung der heil. Geist auf unergründliche und unaus­sprechliche Weise in ihr wirkte; als die Kraft des Allerhöchsten sie überschattete, daß sie in den Flammen des ewigen Lichtes sich nicht auflös'te; wo große Dinge an ihr that, der da mäch­tig, und dessen Namen heilig ist; wie die erlauchte Königin der Propheten in jenem feierlichen Hochgesang, bei Elisabeth aus­sprach, die über die tiefe Herablassung der Mutter des ewigen Königs staunte, der bald hierauf, und noch vor seiner zeitlichen Geburt, von der undankbaren Welt, die er zu erlösen kam, ver­stoßen in einem armen Stalle geboren ward, indeß die himm­lischen Heerschaaren festliche Jubellieder anstimmten, denjenigen, die in den Schatten des Todes saßen, ein großes Licht aufging, und ein neuer Stern an den himmlischen Höhen Könige aus fernen Landen herbeiführte, den armen König der Könige in Demuth anzubeten! Wer die Größe der Mutter erkennen will," ruft ein heil. Kirchenvater aus, ,, der blicke auf die Größe des Sohnes!" Ueberaus wunderbar ist die Erhabenheit die­

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