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Das heilige Jubiläum im Jahre der Gnade 1875 : zugleich ein Gebetbüchlein für bußfertige Christen. Mit oberhirtlicher Gutheißung
Entstehung
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des heil. Vaters.

halten mögen, gemäß der von Euch bestimmten Ordnung. Da ferner in diesem Jahrhundert so viel Böses zu beſeitigen und so viel Gutes zu befördern ist, so ergreifet das Schwert des Geiftes, welches ist das Wort Gottes, und wendet alle Sorge an, damit Euer Bolt das schreckliche Laster der Blas­phemie verabscheuen lerne, von welcher auch das Heiligste in jetziger Zeit verunehrt wird; damit es auch in Betreff der Feier der Festtage und der von der Kirche gegebenen Fast­und Abstinenzgebote seine Pflichten tenne und erfülle, und so die Strafen vermeiden könne, welche die Verachtung dieser Tinge auf die Länder herabgerufen hat. In der Aufrechterhaltung der Disciplin des Clerus und in der rechten Erziehung der Cleriter möge Euer Bestreben und Euer Eifer sich beständig wachsam erweisen.

Auf alle mögliche Weise kommt der von allen Seiten be­drängten Jugend zu Hilfe, welche, wie Euch nicht unbekannt ist, in so großer Gefahr sich befindet und so schwerer Verderbniß ausgesetzt ist. Gerade dieses Uebel war so bitter für das Herz des göttlichen Erlösers selbst, daß er gegen die Urheber des­selben die Worte richtete: ,, Wer Eines von diesen Kleinen, die an mich glauben, ärgert, dem wäre es besser, es würde ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in das Meer ver­sentt."( Marc. 9, 41.)

Nichts aber geziemt sich mehr für die Zeit des Jubiläums, als die eifrige llebung aller Liebeswerke; deshalb wird Guer Eifer es sich auch angelegen sein laffen, ehrwürdige Brüder, dazu anzuspornen, daß man den Armen zu Hilfe kommt und die Sünden sühnt durch Almosen, dem in der heiligen Echrift so viele heilsame Wirkungen beigelegt werden. Und damit die Frucht der christlichen Liebe um so ergiebiger sei und um so dauerhafter werde, mögen die Liebesgaben zur Erhaltung und Gründung jener frommen Institute zusammengelegt werden, welche man zum Nußen der Seele und des Leibes in gegen­wärtiger Zeit am meisten für dienlich hält.