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Das heilige Jubiläum im Jahre der Gnade 1875 : zugleich ein Gebetbüchlein für bußfertige Christen. Mit oberhirtlicher Gutheißung
Entstehung
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Rundschreiben

Gemeinschaft mit dem apostolischen Stuhle stehen, im Namen unseres Herrn und des Ersten aller Hirten, Jesu Christi, instän dig zu bitten und zu beschwören, daß sie den ihrer Obhut anver­trauten Völkern eine so große Wohlthat verkündigen, und mit größtem Eifer dahin wirken, daß alle Gläubigen, durch die Buße mit Gott versöhnt, die Gnade des Jubiläums zum Gewinn und Nußen ihrer Seelen anwenden. Daher wird es vor Allem Eure Sorge sein, ehrwürdige Brüder, daß das christliche Volt, nach­dem zunächst in öffentlichen Gebeten die göttliche Barmherzigkeit angefleht worden, Aller Geister und Herzen mit ihrem Lichte und ihrer Gnade zu durchdringen, durch angemessene Belehrung und Ermahnung zum Empfange der Frucht des Jubiläums an­geleitet und genau darüber belehrt werde, welches das Wesen und die Bedeutung des christlichen Jubiläums für den Nutzen und Gewinn der Seelen sei; es werden ja in demselben durch die Kraft Christi, des Herrn, alle jene Wohlthaten in größter Fitlle gespendet, welche an jedem 50. Jahre bei dem jüdischen Volke das alte Gesetz, vorauskündigend die zukünftigen Wohlthaten, in Aussicht gestellt habe, und daß es zugleich passend belehrt werde über die Bedeutung der Ablässe und über alles das, was zum heilsamen Bekenntniß der Sünden und zum heiligen Empfange des Sacramentes der Eucharistie geschehen muß.

Da aber außzer dem Beispiele durchaus die Thätigkeit der firchlichen Organe erforderlich ist, um im Volke Gottes die erwünschten Früchte der Heiligung zu erzielen, so unterlaſset nicht, ehrwürdige Brüder, den Eifer Eurer Priester und Seelsorger zu entflammen, daß sie vor Allem in dieser Zeit den Dienst des Heiles eifrig üben. Zum allgemeinen Wohle wird es sehr viel beitragen, wenn sie selbst, dem christlichen Bolte durch das Beispiel der Frömmigkeit und Gottesfurcht vorangehend, durch geistliche Uebungen den Geist ihres heiligen Berufes erneuern, damit sie danach nützlicher und heilbringen­der ihr Amt ausführen, und heilige Missionen beim Volke ab­