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sie bis auf das Alter von dreißig Jahren die Ausführung dessen hinausschiebt, was sie schon angefangen hatte. D mein Herr! dieser Wille, von dem du sagst, daß du davon abstehest, wenn er nicht gut wäre, wie kann er dann der Deinige sein? Wenn er gut war, wie konntest du ihn aufgeben? Ebenso, wenn dieser Entschluß nicht gut war, wie konnte er der Deinige sein? Wenn er gut war, wie konnteſt du ihn verlassen! Ach! ohne Zweifel war das Eine und das Andere gut, und unterdessen hast du ihn nicht aufgegeben und warum? damit er besser würde."
Nun können wir fragen: Wie ist der Plan des Sohnes Gottes besser geworden, nachdem er seine Ausführung auf eine andere Zeit verschoben? Wir können mit einem alten Schriftsteller( P. Lejeune, serm. CD.) antworten: ,, Er hat seinen Plan aufgegeben, um den Gehorsam zu üben.... Er hat es angemessener befunden und hat es vorgezogen, sein Urtheil zu unterwerfen und seinem eigenen Willen zu entsagen und blind seiner Mutter zu gehorchen, als an der Verkündigung des Evangeliums zu arbeiten."
Welche Glorie für Maria! Welche Macht hat ihr der göttliche Sohn nicht gegeben, über seinen Willen, über sein Herz! War es nicht auch,
daß er auf die Bitte seiner Mutter, als seine Stunde noch nicht gekommen war,( Joan. 2. 4.) sein erstes Wunder wirkte? Wenn er auch mit einer scheinbaren Härte zu antworten schien, so wollte er damals um so auffallender erglänzen lassen, und selbst den minder klar Sehenden offenbaren die Macht dieser heiligen Jungfrau über sein göttliches Herz. Und auch Maria,


