den armen Seelen zu helfen.
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der Gnade alle Schäße der Kirche mit aller. Verdiensten des Lebens und Leidens Jesu Christi zu Gebote stehen, um fortwährend ihnen Trost und Linderung, ja sogar gänzliche Befreiung zu erwirken, so rufen sie ohne Unterlaß zu uns um Rettung und Hülfe. Weil sie aber dieses nicht auf eine, uns vernehmbare Weise thun können, so thut es die Kirche für sie, sowohl durch ihre vielen rührenden Anstalten zu ihrer Erlösung, als auch durch ihre eifrigen Darstellungen des kläglichen Zustandes derselben vermittelst ihrer Diener. Der Kanzler Gerson läßt sie auf folgende Weise zu uns rufen: Betet für uns, weil wir uns selbst nicht helfen können! Diesen Beistand dürfen wir von euch erwarten, versagt ihn uns nicht! Ihr, die ihr uns kanntet auf Erden, die ihr uns liebtet, könntet ihr jetzt uns vergessen? Man sagt gewöhnlich, daß man in den Trübsalen den Freund erkenne. Welche Trübsal ist aber der unsrigen zu vergleichen! Habt also Mitleiden mit uns." ,, Einem harten Herzen wird es zuletzt übel gehen."( Jes. Sir. 3. 27.) ,, Seid also gegen euere eigenen Vortheile nicht gleichgültig."
Es ist unsere Pflicht, den armen Seelen im Fegs feuer zu Hülfe zu kommen.
Der geistreiche und fromme Hr. M. Boudon, Groß- Erzdiakon von Evreur, sagt hier


