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I. Bom Begriffe
schlafen seien." Zur weitern Bekräftigung führt er in der nämlichen Rede noch das Zeugniß des heiligen Chrysostomus mit diesen Worten an:„ Jener Johannes, der wegen seiner Beredtsamkeit den Namen Chrysostomus, das heißt: Goldmund, empfing, lehrt: nicht leichtfertig oder zufällig ward es von den weisesten Schülern Gottes verordnet und der Kirche überliefert, daß der Priester in den schreckbaren Geheimnissen Gebete für die Seelen der Verstorbenen verrichte." Deßgleichen schreibt der heilige Gregor von Nissa: Nicht ohne Grund und Nußen ist von den Aposteln und Jüngern Christi überliefert worden, was auch überall in der heiligen Kirche Gottes Gesetzeskraft erhalten hat, daß es nützlich und Gott überaus angenehm sei, daß das Gedächtniß derjenigen, die im wahren Glauben gestorben sind, in jener göttlichen und lichtvollen Geheimnißfeier begangen werde."( Blos. collyr. hær. app. 7. 5.) Endlich gibt der heilige Augustinus seine volle Ueberzeugung über diese apostolische Ueberlieferung in Betreff des Fegfeuers zu erkennen, indem er in seiner Abhandlung über die Sorgfalt für die Abgestorbenen( 1. Hst.) schreibt:„ Wir lesen im Buche der Machabäer, daß Opfer für die Todten dargebracht wurden; allein wenn auch hievon durchaus nichts in der heiligen Schrift des alten Testamentes geschrieben stünde, so ist das An
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