und Dasein des Fegfeuers.
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wird er Schaden leiden, er selbst aber wird selig werden, jedoch so wie durch Feuer." Ueber diese Stelle sagt Allioli in seinen Anmerkungen:" Das Feuer, wovon der Apostel hier spricht, kann einzig und allein nur sein das Feuer nach dem Tode im Reinigungsorte, Fegfeuer genannt, welches noch in der Zeit zur Läuterung der nicht ganz reinen, abgeschiedenen Seelen brennt, bis es mit dem allgemeinen Gerichte und dem allgemeinen Weltbrande( II. Petr. 3, 10-13.) endigt. In Uebereinstimmung hiemit erklären alle heiligen Väter diese Stelle, und wir haben sogar eine unfehlbare Erklärung derselben im gegebenen Sinne von dem Kirchenrathe zu Florenz( letzte Sitzung).
Das Dasein des Fegfeuers wird aus der apostolischen Ueberlieferung bewiesen.
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Schon im dritten Jahrhunderte spricht Tertullian von den Opfern für die Todten, als von einer apostolischen Ueberlieferung( L. de coron. c. 3.), und der heilige Johannes Damascenus sagt in seiner Rede über die Abgestorbenen: Die Jünger und Apostel des göttlichen Heilandes, die das ewige Wort selbst sahen und den lebendigen Umkreis der ganzen Welt bekehrten, lehrten, man solle in den fruchtbaren, unbefleckten und belebenden Geheimnissen des heiligen Meßopfers das Gedächtniß derjenigen begehen, die gläubig ent


