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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Angehörigen des Bisthums Limburg / im Auftrage des Hochw. Herrn Peter Joseph, Bischofs von Limburg, hrsg. von Julius Eiffler, Domvicar
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und

Anhang.hitste

Gott fühlt, wenn er sich glücklich wähnt im Besitz von geschaffenen Dingen: so ist es, weil er durch die Sinne mit der Außenwelt in Verbindung steht und ihn das Schöne und Liebenswürdige an den Geschöpfen anzieht, das doch nur ein Schatten, ein mattes Bild ist von der unvergleichlich erhabenen Güte, Schönheit und Liebenswürdigkeit Gottes. Der Thor, der sich mit die sem vergänglichen und schwachen Bilde begnügt, statt durch es zu desto größerem Verlangen nach dem ewigen Urbild der Schönheit entzündet zu werden, wird mit dem Tode Alles ver­lieren, worin seine Seele bisher ihr Verlangen nach Glück gestillt hat. Dann wird dieselbe mit desto lebendigerer Sehnsucht nach Gott felbst, für den sie geschaffen ist, hinstreben; aber vergebens. Klar steht vor den Augen des Verdammten die unendliche Herr­lichkeit Gottes, aber eine unübersteigliche Kluft trennt ihn von ihr. Und während er auf Erden, wenn auch von Gott ge­trennt, noch eine Menge von Gütern genoß, die ihm die Lang­muth Gottes ließ, so verliert er dort mit Gott Alles, was überhaupt gut und begehrungswürdig ist, und seine Seele ver­zehrt sich in quälendem Durste nach dem Quell des Glückes, den sie vor sich sieht, aber nie erreichen kann, und von dem sie sich auf Ewig geschieden weiß.

Die Verdammten sind aber nicht blos von Gott getrennt, sie haben auch das Gefühl der schmerzlichsten Peinen. Sie erdulden Schmerzen, die Alles übertreffen, was es an Qualen auf der Erde gibt. Oder was anders soll damit gemeint sein, wenn die heilige Schrift von der Hölle redet als einem Feuer­pfuhl, der mit Schwefel brennt", als einem, unergründlichen Brunnen, aus dem der Rauch der Qualen aufsteigt von Ewig­feit zu Ewigkeit"; als einer tiefen und weiten Grube, in wel cher ein Feuer entzündet ist vom Odem des Herrn wie ein Schwefelstrom"? Ja, die Verdammten werden gepeinigt von den schrecklichsten Qualen der Seele und des Zeibes: sie befinden sich in einem Meere ron Feuer, welches alle ihre Sinne um­gibt und sie quält, aber nicht tödtet; verzehrt, aber nicht un empfindlich macht. Hier wird nun jener der Sinnenlust er gebene Körper, den man so zärtlich gepflegt, mit dem man viel leicht oft Aergerniß gegeben und dem zu Liebe man die Seele vernachlässigt hat, vom fürchterlichen Feuer aufgezehrt; hier tobt die unbarmherzige Gluth in jenen Gliedern, die man so oft zur Sünde mißbrauchte; hier sprühet jenes Auge nun wahre Flammen aus, weint blutige Thränen, das einst mit frechen, unteuschen Blicken umherschaute oder mit Verachtung auf den ärmeren Mitmenschen herabsah; hier lechzet jene Zunge