dopi Anhang.
durchschaute eure Herzen: ihr habt gebetet, aber nur aus Heuche" lei oder gedankenloser Gewohnheit; habt Almosen gegeben, aber nur aus Rücksicht auf Menschenlob; ihr habt Tugenden ausgeübt, aber im Stande der Ungnade; ihr habt gebeichtet, aber ohne Rene und ohne ernsten Borsatz der Besserung; ihr habt communicirt, aber ohne wahre Andacht, ohne Glauben, Hoffnung und Liebe. Und selbst wenn ihr in besseren Jahren Verdienste gesammelt habt für sie habt ihr euren Lohn schon auf Erden empfangen; für den Himmel sind sie todt und nuhlos geworden in der Stunde, da ihr durch die Todsünde eure Seele dem Teufel verkauftet." Welche Qual für die Unglücklichen, wenn fie die bitteren Vorwürfe ihres Gottes, der Engel, der Heiligen, ja selbst des bösen Feindes anhören müssen! Welche Beschämung, wenn Heiden und Ungläubige, Tyrus und Sidon, ja Sodoma und Gomorrha als Kläger auftreten wider Christen und betheuern: Hätten wir gewußt, was ihr, hätten wir die Gnadenmittel gehabt, die ihr verschmähtet, wir wären nicht zu Grunde gegangen. Welche Wehmuth, wenn der Erlöser den Christen fein Kreuz, seine Wunden, sein Blut vorhalten wird, was Alles fie retten sollte, aber wegen ihres Leichtsinnes und ihrer Gottlosigkeit für sie unnüt, ja zur Verwerfung geworden ist!
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Beherzige es wohl, mein Chrift: Wenn du dereinst in die sem strengen Gerichte nicht bestehen, wenn du zur Linken des Nichters gestellt werben und das schreckliche Urtheil über dich vernehmen solltest:„ Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!"- welcher Schrecken, welche bittere Reue würde dich befallen! Wie würdest du den Tag verwünschen, da du das Licht der Welt erblicktest!- Verzichten muß der Verdaminte auf den Himmel, dessen Herrlichkeit ihm dann klar vor Augen ſteht, den er aber aus Leichtsinn für immer verloren hat; verzichten auf die Anschauung Christi, dessen unendliche Lie benswürdigkeit er durch seine Schuld zu spät erkannt hat; ver zichten auf die Gesellschaft der heiligen Mutter Gottes, deren Beistand er verachtet hat; verzichten auf den Umgang mit den Engeln und Heiligen, die vergebens für ihn gebetet haben; scheiden von Vater und Mutter, deren Ermahnungen er nicht gefolgt; scheiden von Freunden und Bekannten, scheiden von Allem, was er liebt und lieben kann, scheiden auf Ewig! Auf das Wort der Allmacht werden sich die Abgründe öffnen und die Verdammten hinunterstürzen in traurige Finsterniß, in endlose Qual, in ewige Nacht, wo Jammer und Elend, Heulen und Zähnetnirschen sein wird.de cond


