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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Angehörigen des Bisthums Limburg / im Auftrage des Hochw. Herrn Peter Joseph, Bischofs von Limburg, hrsg. von Julius Eiffler, Domvicar
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Anhang.

Genuß des Augenblicks, der vorübereilt; sammle teine Schäße, die der Rost verzehrt und die im Tode hinter dir zurückbleiben; übe dich in der Tugend, in guten Werken, die dir einen freu­digen Tod und eine selige Ewigkeit verschaffen werden. Sei endlich zu jeder Stunde auf die Ankunft des Herrn bereit. Bist du noch im Stande der Sünde, so versöhne dich sogleich durch eine aufrichtige Beicht mit Gott. Lerne sterben, da du noch lebst, und der Tod wird für dich selig sein.

5. Vom Gerichte.

Wir Alle müssen, nach dem Ausspruche des Apostels, vor dem Richterstuhle Christi erscheinen, und zwar gerade in jenem Augenblicke, wo sich die Seele vom Leibe trennt. Christus also, den du so oft und schwer beleidigt, wird dein Richter sein; der böse Feind, von dem du dich haft verführen lassen, dein Ankläger; der Gegenstand des Gerichtes, deine vielen Sünden und Bosheiten. Das Urtheil, das über dich gefällt wird, ist ewig unabänderlich. Niemand wird sich deiner mehr an nehmen; du allein mußt Rechenschaft über jeden Augenblick des Lebens ablegen, du allein dir gegenüber der ewige Richter! Schreckliche Einsamkeit! Deine Tugenden und Sünden werden auf die Wagschaale gelegt; welch' grenzenloses Elend für dich, wenn die Sünden die Tugenden überwiegen werden! Nebst dem besonderen Gerichte wird einst die Posaune des Engels am Ende der Welt alle Menschen zum allgemeinen Ge­richte rufen, und sie werden den Menschensohn kommen sehen in einer Wolfe mit großer Macht und Herrlichkeit". Mit schauerlichen Farben zeichnet uns die heilige Schrift an so vie len Stellen die Erscheinungen, welche jenem Tage vorangehen sollen: Sonne und Mond werden sich verfinstern, schwarze Nacht wird die Erde umhüllen, die Menschen werden seuf­zen und wehklagen, Stürme -die Winde fürchterlich toben, und Orkane heulen und Alles zerstören;- verzehrendes Feuer wird vom Himmel fallen und Wälder und Felder, Hügel und Felfen in Asche legen; das Meer wird in seinen Tiefen auf Mit brausen, und alle Kräfte des Himmels werden erbeben. Schrecken werden Alle das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erblicken und den Ruf der Donnerstimme vernehmen: Steht auf, ihr Todten, und kommt vor Gericht!" Die Engel nerden die Guten von den Bösen absondern. Der Sohn wird vom Vater, die Tochter von der Mutter, der Ehemann von

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