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Anhang.
Es ist gewiß, daß wir sterben.„ Wo ist der Mensch, der da lebt und den Tod nicht sieht?" Du wirst sterben, mein Christ, und Allem Lebewohl sagen müssen, was dir auf Erden lieb und theuer war. Dann wird deine Seele geängstigt sein; denn sie steht vor den Pforten der Ewigkeit, ohne zu wissen, welches Schicksal ihrer wartet, und der böse Feind wird ihr die Größe jener Sünden vorhalten, die du im Leben für Kleinigs feiten geachtet. Dein Leib aber wird mit der Auflösung tämpfen, das Auge erlöschen, die Zunge gelähmt werden, der Mund sich schließen, das Blut erkalten, der Leib erblassen, erstarren, sterben. Geld und Gut, die du im Leben mit solchem Eifer erstrebt und gesammelt; Macht und Ehre, die du mit solcher Anstrengung dir erworben; Freunde und Verwandten, denen zu Liebe du vielleicht oft dein Seelenheil preisgegeben hast: Nichts vermag dich dann zu schützen vor dem Tode; und hättest du die Macht des gewaltigsten aller Könige, die je geherrscht haben: sie wird dir nichts nüßen; du mußt sterben, so gut, wie der ärmste und verachtetste Bettler; ebenso arm und nackt aus diesem Leben treten, wie er. Von deinem ganzen Vermögen werden dir blos vier Bretter übrig bleiben, in denen man dich in die Erde vergräbt, damit die Würmer dein faulendes Fleisch zernagen. Selbst das Andenken an dich wird verschwinden, wie die Trauertöne der Todtenglocke, die dir zu Grabe' läutet. Nichts nimmst du mit hinüber, als deine Werke; Niemand begleitet dich, als dein guter und dein böser Engel, um Zeugniß abzulegen für und wider dich. Vor einem strengen Richter wirst du Rechenschaft geben müssen über jeden Augenblick deines Lebens, und Wehe dir, wenn du nicht als treuer Haushälter befunden wirst!
Es ist ungewiß, wann wir sterben.„ Wachet, da ihr weder den Tag, noch die Stunde wisset, wann der Tod kommen wird." So Christus.„ Wie ein Dieb in der Nacht wird er euch überfallen." So Paulus. Schreckliche Ungewißheit!- Siehst du nicht täglich Kinder und Greise zu Grabe tragen? Hast du noch nicht an dem Todbette eines guten Vaters, einer lieben Mutter geweint, noch keinen guten Freund zu Grabe begleitet, zu einer Zeit, die die ganz unerwartet war? Was schon so vielen geschehen, wird auch dir widerfahren. Ein Blutstropfen, der dir in's Herz fällt,- eine Ader, die zerspringt, ein Ersticken am Husten, ein Blutsturz, giftiges Thierchen, das dich sticht,- ein Fieber,- eine Wunde,
ein
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ein Blitstrahl kann die plötzlich das Leben nehmen. Wirst du in der Gnade Gottes oder in der Sünde sterben? Wirst du
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