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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Angehörigen des Bisthums Limburg / im Auftrage des Hochw. Herrn Peter Joseph, Bischofs von Limburg, hrsg. von Julius Eiffler, Domvicar
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Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten.

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gute Werke zu verrichten; denn der heilige Thomas sagt: Sie nügen wenigstens dazu, zeitliche Güter zu erlangen, und bereiten den Sünder zur Gnade der Buße.") Ja wenn du in der Tod sünde stirbst, so können dich selbst alle guten Werke deines ganzen früheren Lebens vor der Hölle nicht retten. Der Himmel bleibt dir verschlossen auf Ewig.

Wenn man dies Alles bedenkt, wie ist es da möglich, Tage, ja Jahre lang in Todsünden zu leben und ruhig zu sein! Muß nicht der nagende Wurm und die strafende Stimme des Gewis­sens dem Sünder jede Freude des Lebens verbittern? Kann er an die Zukunft denken, ohne zu zittern vor dem Gerichte Gottes? Kann er ruhig den Himmel anschauen, ohne daß ihm eine in­nere Stimme sagt: Dort wohnet Gott, dein Feind?" Kann er zur Erde blicken, ohne an das unterirdische Feuer der Hölle zu denken, das der Zorn Gottes schon für ihn angezün­det hat? Jeder Schlag der Uhr ruft ihm in's Gedächtniß, daß er der schrecklichen Stunde näher gerückt ist, wo er den Lohn seiner Missethaten erntet. Ja, wie ist es möglich, auch nur ruhig zu schlafen im Stande der Todsünde?

Ach, erwäge es wohl, mein Christ, und wenn du ferner Sünden zu begehen versucht bist, denke ja nicht: Ich werde

schon wieder bereuen und beichten." Gott läßt dich vielleicht darin sterben. Tausende bereuen es jetzt vergeblich in der Hölle, daß sie so thöricht waren, so zu denken. Der Tod riß sie un­versehens hinweg. Fasse und bewahre darum den ernsten, hei ligen Entschluß, dich unverzüglich von der Todsünde zu reinis gen durch eine gute Beichte; fünftig aber lieber alles zeitliche Unglück, selbst den Verlust des Lebens zu dulden, als Gott mit einer Todsünde zu beleidigen und dadurch dein ewiges Heil zu verlieren!

4. Vom Tode.

Wir haben keine bleibende Stätte auf Erden;" ob früher oder später einmal wird für uns die verhängnißvolle Stunde schlagen, die den Faden unsers Lebens zerbricht: wir werden fterben. Jeder Schritt, den wir thun, jeder Augenblick, der vorübereilt, führt uns dem Grabe entgegen, bringt uns näher an die Thore einer Ewigkeit, die entweder ewig selig oder ewig erschrecklich sein wird. Tröstliche, aber auch fürchterliche Wahr­heit, so ganz geeignet, uns von der gewohnten Lauigkeit auf zuschrecken! Betrachten wir ihn etwas näher, diesen ernsten Ge danken: Wir werden einmal sterben, aber die Stunde unseres Todes ist uns unbekannt."

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