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Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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nehmen, herrschen" hat das Wort siken" in der H. Schrift, und diese Bedeutungen treffen sämmtlich an unserer Stelle hier in Anwen­dung auf Maria zu. Mögen sie, christliche Seele! auch bei dir sämmtlich zutreffen, hier auf Erden in deiner treuen Andacht und Liebe zu Maria, und im Himmel in der ewigen Belohnung deines treuen Dienstes zur Wahr­heit werden! Daß dieses geschehe, darauf seien stets deine Augen gerichtet, und die Augen Mariens werden auch auf dich stets gerichtet sein! Meine Augen sind auf die Treuen ( Gläubigen) gerichtet, daß sie bei mir sitzen." 3. Wer auf unbeflecktem Wege wan­delt, der soll mir dienen.- Die Könige und Königinnen der Erde sind darauf bedacht, daß ihre Beamten und Diener sich eines guten, unbefleckten Rufes erfreuen und ihren Dienst tadellos versehen; diese Bedachtsamkeit ist um so größer, je gottesfürchtiger ein König oder eine Königin ist. Daher war es auch der Grundsatz des Königs David, daß nur solche ihm dienten, welch eines unbefleckten Wandels waren. Um wie viel mehr sieht Maria, die unbefleckt empfangene und allzeit unbefleckte Himmelskönigin, darauf, daß alle diejenigen, die in wahrer Andacht, Liebe und Verehrung ihr dienen wollen, ein standesmäßig keusches, reines, unbeflecktes Leben führen. Wie sie, die niemals mit der geringsten Sünde behaftet

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