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war, nichts mehr verabscheut als gerade jene Sünde, welche den ganzen Menschen am meisten befleckt, die Sünde der Unlauterfeit, so liebt sie auch, sie, die reich ist an allen Tugenden, als unbefleckte geistliche Lilie, unter den Tugenden diejenige am meiſten, welche durch die Lilie versinnbildet wird, nämlich die Keuschheit, die unbefleckte Reinheit. Wie ihr himmlischer Bräutigam weidet auch sie gerne unter den Lilien, unter reinen, unbefleckten Seelen. Wer auf unbeflecktem Wege wandelt, der soll mir dienen."
Willst du daher, christliche Seele! ein wahres Marienkind sein, willst du ihr mit Wohlgefallen dienen, so liebe und pflege sorgsam die standesmäßige Keuschheit, bewahre rein und unbefleckt dein Herz mit seinen Gedanken und Neigungen, bewahre rein und unbefleckt deinen Leib mit seinen Gliedern und Sinnen; und hinwiederum, willst du die Keuschheit bewahren und unbefleckten Weges wandeln bis zum Tode, diene der unbefleckten Himmelskönigin treu; denn ihr Dienst macht den Wandel unbefleckt, erhält und bewahrt die Unbeflecktheit und führt zu einem herrlichen Lohne unbefleckten Wandels: O wie schön ist ein feusches Geschlecht in seinem Glanze! denn unsterblich ist sein Andenken, und bei Gott und bei Menschen ist es anerkannt. Ist es gegenwärtig, so ahmet man ihm nach; entzieht es sich den Augen,


