Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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Drei

Schifflein auf dem spiegelglatten See der ge­nannten Stadt ruhig entgegen glitt. Schiffer befanden sich in dem Fahrzeug und ruhten von ihrer harten Tagesarbeit aus, indem sie es dem günstigen Abendwinde über­ließen, der seine Segel schwellte und sie des Ruderns überhob. Allmälig jedoch umwölkte sich der Himmel, und es erhob sich vom Rhein­thal her ein ungünstiger Wind. In der Ferne zeigten sich bereits schwere Gewitterwolken, der Donner ließ sich in dumpfem Rollen verneh­men, der See wurde unruhig und warf daß Schifflein hin und her. Die drei Schiffer, welche schon oft in Sturm und Wetter ge= standen und so manchen Gefahren beherzt in's Angesicht geschaut hatten, wurden diesmal etwas furchtsam, da sie ihre Lage für äußerst bedenklich hielten. Still und düster schauten sie in den stürmischen See hinaus, von dem sie jeden Augenblick verschlungen werden konn­ten. Endlich brach der eine das Schweigen und sagte laut: Kameraden! sonst war es Gebrauch, daß man in solchen Gefahren auf dem Wasser gebetet hat, wie es auch die Schiffs­leute thaten auf dem Schiffe, in welchem der Prophet Jonas sich befand. Wohlan! wir wollen Maria um ihre Hilfe anrufen; sie hat schon so oft bedrängten Schiffern auf diesem See glücklich an's Ufer geholfen, wie mir mein seliger Vater öfters erzählt hat, sie wird