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men Zeiten, sowohl in Zeiten der Ruhe und des Friedens, als auch in Zeiten des Kampfes und der Bedrängniß, nicht bloß in Zeiten herrlicher Erhöhung und Freude, sondern auch und zwar ganz besonders in Zeiten der Erniedrigung, der Schmach und des Leidens. Auf diesen ruhen die Augen Mariens mit mütterlicher Freude; ihnen kommt sie zu Hilfe und erweist ihre Hilfe um so mächtiger und wunderbarer, je größer die Bedrängniß und Noth ist; denn nicht umsonst wird sie von der Kirche als»> virgo fidelis«, du getreue Jungfrau" begrüßt, weil sie allzeit gegen Gott getreu war und auch allzeit gegen die Gläubigen getren ist, indem sie ihnen Schutz und Hilfe in allen Lagen dieses Lebens angedeihen läßt. Meine Augen sind gerichtet auf die Treuen( Gläubigen) der Erde."
Folgendes zeitgemäße Beispiel aus den Zeiten der Reformation vor 300 Jahren( siehe Histor.- polit. Blätter, Jahrgang 1868, Artikel
die Reformation in Lindau") möge hier an dieser Stelle zur Bestätigung des Gesagten und zur Erbauung seine Verwendung finden. Es war um das Jahr 1522( also 5 Jahre nach dem Beginne der Reformation), eben um dieselbe Zeit, da ein abgefallener Ordensmann, Namens Michael Haug, in der ehemaligen Reichsstadt Lindau am Bodensee die neue Lehre zu predigen anfing, als eines Abends ein


