Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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Leben zu führen, so zage nicht ob deiner Schwachheit und Ohnmacht! Siehe, dein Herr und Gott fügt zu deinem schwachen, aber guten Willen seinen allmächtigen Willen, bei dem kein Ding unmöglich ist. Er will, daß du dich rein von Sünden bewahrest und unbefleckt vor Ihm wandelst, und was Er will, das kann Er auch. Er kann dich rein von Sünde bewahren und dich unbefleckt er­halten bis in den Tod, selbst wenn er des­wegen ein Wunder wirken sollte, wie er dies z. B. bei der unbefleckten H. Jungfrau Agnes gethan hat, welche die h. Kirche in ihrem Of­fizium ihre Anerkennung und ihren Dank für diese Gnade mit folgenden Worten aussprechen läßt: Allmächtiger, ich preise dich, weil ich durch deinen Eingebornen Sohn unbefleckt durch die Unreinigkeiten des Teufels hindurch­gegangen bin."

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2. Unbefleckt in Freude. Dem unbefleckt" fügt der Apostel unmittelbar das Wort in Freude" hinzu, und zwar nicht ohne Grund. Die Unbeflecktheit des Wandels hat nämlich schon hienieden die wahre, innere Freude als Vorgeschmack der seligen Freuden des Himmels im Gefolge. Wie der Sünde jegliche Betrübniß entquillt, so entquillt der Reinheit von Sünden, der Unbeflecktheit jeg­liche wahre Freude, die der Apostel eine Frucht des H. Geistes nennt. Diese Frucht gedeiht

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