Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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dieses Gesetzes, nämlich das Gesetz des neuen Bundes, das heiligste und vollkommenste Gesetz, welches der menschgewordene Sohn Gottes der ganzen Welt durch sich und seine Apostel ver­kündigt hat und noch immer verkündigt durch seine h. Kirche. Unbefleckt hat der Herr seiner unbefleckten Braut, der h. Kirche, sein Gesetz übergeben, und die Kirche wird es wie bisher allzeit unbefleckt bewahren und unbefleckt ver­künden in Kraft des Beistandes des h. Geistes. Die Macht der Hölle hat von Anfang des Bestehens der Kirche an Alles aufgeboten, um sie dahin zu bringen, das unbefleckte Gesetz des Herrn zur Befleckung, d. h. zur Verweltlichung ( Säcularisirung) preis zu geben, allein ver­gebens. Aller Aufwand von menschlichen Ge­setzen, der von den ersten christlichen Zeiten bis auf unsere Zeit gegen die h. Kirche gemacht wurde, hat nicht vermocht, den Charakter der Unbeflecktheit des Gesetzes des Herrn im ge­ringsten zu bemakeln, vielmehr dazu beigetragen, daß diese Unbeflecktheit sich mehr und mehr in herrlichem Glanze der befleckten Welt offen­barte und sie mächtig aufforderte zu einem wahrhaft christlichen, unbefleckten Wandel. Und wer möchte es in Abrede stellen, daß die un­befleckt empfangene Jungfrau und Gottesmutter Maria, deren Unbeflecktheit in der Empfängniß durch den Mund des Oberhauptes der H. das unbefleckte Gesetz des Herrn auch in dieser