Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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werde unbefleckt mit Ihm sein."* Der Psalmist findet also in der Einhaltung der Wege Gottes die Unbeflecktheit des Wandels. Und warum? Weil die Wege Gottes, auf denen der Mensch dem göttlichen Willen gemäß wandeln soll, selbst unbefleckt sind; mithin theilt sich den­jenigen, welche darauf wandeln, die Unbefleckt­heit mit. Dieses spricht der Psalmist deutlich aus, indem er Pf. 17, 31 ff. sagt: ,, Meines Gottes Weg ist unbefleckt... Gott ist es, der mich gürtete mit Kraft und unbefleckt machte meinen Weg."** Siehe, christliche Seele! Gott, der will, daß auch du auf seinen unbefleckten Wegen wandeln solist, rüstet dich mit Kraft, mit seiner Gnade aus und hilft dir, deinen Wandel unbefleckt zu machen. Was hindert dich nun noch, einen unbefleckten Wan­del zu führen? Wohlan, wandle nicht bloß nach dem Gesetze des Herrn, sondern im Ge­setze des Herrn, und mit jedem Schritte, den du vorwärts thust, wird dein Wandel, ohne daß du es merkst, unbefleckter und vollkom­mener werden.

Erwecke heute öfters folgenden Gebetsact: Mache, o Herr, meinen Wandel unbe­fleckt!

* Et ero immaculatus cum eo. ** Posuit immaculatam viam meam.