Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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ſelbst in den Staub gezogen und bemakelt wird. Bedenke, daß, je weniger dein unbefleckter Wandel von der Welt anerkannt und gepriesen wird, er um so reiner und glänzender vor Gott erscheint und einen um so größeren Werth vor Ihm hat. Auf die Seligkeit, unbefleckt zu gelten vor der Welt, leiste um so lieber Verzicht, als dadurch die Seligkeit deines Herzens hienieden um so reiner und die Selig­keit im Himmel für dich dereinst um so größer und vollkommener sein wird., Selig die Ün­befleckten im Wandel."

3. Die da wandeln im Gesetze des Herrn." - Der Psalmist will mit dieſen Worten erklären, daß die Unbeflecktheit und Tadellosigkeit des Wandels sich darauf gründet, daß man im Gesetze des Herrn wandelt. Im Gesetze des Herrn wandeln" bedeutet aber weit mehr, als nach dem Gesetze wandeln"; es heißt nicht bloß sein Leben äußerlich nach den Geboten Gottes einrichten, sondern ganz be­sonders im Geiste des Gesetzes leben, von demselben durchdrungen sein; denn der Geist ist es, welcher den Worten des Apostels gemäß lebendig macht. Dieser Geist des Gesetzes be­wirkt die Unbeflecktheit des Wandels, nicht aber das bloße äußere, mechanische Beobachten des Gesetzes. Dies gibt auch der Psalmist zu verstehen, wenn er Pf. 17, 22 ff. sagt: ,, Denn die Wege des Herrn hielt ich ein... und ich