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Das Buch der Kirche vom Palmsonntage bis zum weißen Sonntage, oder Die Charwoche [Karwoche] und Osterwoche mit allen ihren gottesdienstlichen Handlungen, Lateinisch und Deutsch, nebst Erklärung der dabei vorkommenden Ceremonie / von G. M. Pachtler
Entstehung
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Die Kirche und ihre Sprache.

Das Syro- Chaldäische wurde und blieb Kirchen­sprache in Syrien, Mesopotamien, einem Theile von Palä­stina, bei den Thomaschriften in Indien, den Maroniten auf dem Libanon, den fetzerischen Nestorianern und Jako­biten; das naheverwandte Äthiopische und das Armenische bei den beiderseitigen Völkern. Das Griechische wurde und blieb die Sprache der morgenländischen oder Griechi­schen Kirche, und weist die Liturgien des Hl. Apostels Ja­kobus( oder des heil. Cyrill von Jerusalem), des heil. Bafilius und Chrysostomus auf. Das Lateinische wurde die Sprache des Abendlandes und tritt auf in den verschiedenen Meßordnungen: der Römischen oder Alt- Lateinischen, der Ambrosianischen oder Mailändischen, der Mozarabischen, welche sich durch Ximenes in sechs Pfarrkirchen Sevilla's bis heute erhielt, der Gothischen, Alt- Gallischen und Frän­kischen. Die älteste und vollendetste von allen, die Römi­sche, wurde mehr und mehr die allgemeine, und in ihr feiert jeßt der weitaus größte Theil der Christen seine Geheimnisse. Mit dem Evangelium und der überkommenen Meß­ordnung zogen die Glaubensboten aus, nicht um Neues zu machen, sondern um das heilige Vermächtniß zu verbreiten. Der größte Theil des Abendlandes verdankt das Christen­thum dem heil. Stuhle zu Rom; die Päpste weihten und sandten die Apostel den nordischen Barbaren, sie hüteten den Schaß der göttlichen Wahrheit vor dem Tosen der Völker­wanderung und dem Ungestüme der Wildlinge. Die Latei­nische Sprache des Gottesdienstes wies die Nationen be­ständig an den Stuhl des Apostelfürsten, den einzigen apostolischen, welcher geblieben ist, und verpflichtete sie zu Dank und Gehorsam. Niemandem fiel es ein, Rom's Sprache in den weiten Hallen der Dome befremdlich zu

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von Poitiers jagt( Prol. ad Psalmos cap. 15; ed. Migne p. 241 sq.): ,, IIis maxime tribus linguis( Remana, Hebraica, Græca) sacramentum voluntatis Dei( i. e. sacrificium missæ) et beati regni exspectatio( i. e. baptismus cum reliquis Sacra­mentis) praedicatur; ex quo illud Pilati fuit, ut in his tribus linguis regem Judaeorum Dominum Jesum Christum esse praescriberet( Joh. XIX, 20). Nam quamvis multæ barbaræ gentes Dei cognitionem secundum Apostolorum prædicationem et manentium hodie illic ecclesiarum fidem adeptæ sint: tamen specialiter evangelica doctrina in Romani imperii, sub quo Hebræi et Græci continentur, sede consistit."