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Jesus das Licht der Welt : ein Gebet- und Erbauungsbuch für gebildete katholische Christen / von J. Brunner, weiland Pfarrer zu Tiefenbach
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15 rung in seinen Bekümmernissen, wenn er sein Herz in den Schooß eines Freundes ausschütten kann, was muß er erst empfinden, wenn er wegen seines Anlie­gens mit Gott selbst, mit seinem ersten Freunde, mit seinem Vater sprechen kann? Wie muß ihn der Ge­danke aufmuntern: Gott ist mein und aller Men­schen Vater! Er lenket Alles zum Besten seiner Kin­der! Mitten in der Schwermuth ein einziger Auf­blick zu Gott, eine einzige findliche Ergießung des Herzens zu ihm- o, da verschwindet auf einmal der Kummer aus der beängstigten Seele; Alles wird leich­ter um uns her; Freudigkeit und Ruhe strömt durch diese zuversichtliche Hoffnung auf Gottes Hilfe in un­ser Herz; wir gehen mit neuem Muthe und mit neuer Thätigkeit an unsere Berufsgeschäfte.( Philippus 4, 4-8.)

Das Gebet versüßt endlich die Bitterfeit des Todes. Wenn alle Gedanken schwinden, wenn dem Sterbenden alle Sinne vergehen, wenn er keinen Freund mehr erkennen, kein Zusprechen mehr hören, keinen Laut mehr von sich geben kann- dann, dann wird seine Seele( die sich in den Tagen der Ge­sundheit im Beten geübt hat) in sich selbst verschlossen, ihr vertrautestes Bild- ihren Gott noch fassen, ihren Vater noch denken, und von dem nie ermatten­