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Da man sich aber die Vollkommenheiten Gottes und unsere Verhältnisse zu denselben auf verschiedene Weise vorstellen kann, so bekommt das Gebet auch verschiedene Benennungen.
Wenn ich mir die Größe und Erhabenheit Gottes lebhaft denke, meine Niedrigkeit mit dem Unendlichen vergleiche, meine und aller Geschöpfe Abhängigkeit von dem allmächtigen Alleinherrscher empfinde; wenn ich dann Ehrfurcht gegen ihn fühle, und den ernstlichen Entschluß fasse, ihm den vollkommensten Gehorsam zu leisten so bete ich Gott an; mein Gebet heißt Anbetung, Lob Gottes.
Beschäftige ich mich mit den Vorstellungen der unbegrenzten Güte Gottes, welche alle Augenblicke unnennbar viele Wohlthaten auf mich und auf die ganze Schöpfung ausgießet: werde ich durch diese Betrachtungen mit meiner Lage, mit meinen Schicksalen, mit allen Anordnungen der Vorsicht zufrieden; vermehrt sich mein Muth, auch alle künftigen Beschwernisse des Lebens standhaft zu ertragen- so danke ich Gott; mein Gebet heißt Dankgebet.
Betrachte ich Gott als den gemeinschaftlichen Menschenvater, und setze das zuversichtlichste, kindlichste Vertrauen auf seine Güte; suche ich mir den wichtigen Gedanken: Alles, was geschieht, ist Verhängniß einer höhe
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