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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von P. Joseph Frey, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Approbation
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Belehrungen.

solcher Waffen dich bedienen, welche der Feind fürch­tet, mit denen du ihn erlegen oder in die Flucht schlagen kannst. Nun aber gibt es nach der ein­stimmigen Lehre der hl. Kirchenlehrer dafür keine bessere Waffe, als eben das Gebet. Dies behaup­tet der hl. Chrysostomus mit den Worten: Wenn die Teufel uns beten sehen, so ziehen sie sich eilends zurück, gleich den Dieben, wenn sie das Schwert des Soldaten gegen sich gezückt sehen." Das Gleiche sagt der heil. Bernard:" Das Gebet entfernt die Pfeile des Teufels, es ist die erste Kraft gegen die Anfälle der Versuchung."

3. Willst du den Himmel erkaufen, so mußt du es thun durch gute Werke; dazu aber hast du die Hülfe Gottes vonnöthen: Ohne mich könnt ihr nichts thun."( Joh. XV, 5.) Die Gnade Gottes iſt es, die uns antreibt und leitet, die uns erleuchtet und zurechtweist, die unsern Willen zum Guten anregt und unsern Werken einen übernatürlichen Werth beilegt. Ohne Gebet aber erhält man keine Gnade; so lehrt die Kirche, so geht es hervor aus so vielen Stellen der hl. Schrift, wodurch wir zum Gebete so dringend aufgefordert werden. Deßhalb nennen die hl. Väter das Gebet den Schlüssel zur himmlischen Schatzkammer, die geheimnißvolle Lei­ter zu den Erbarmungen Gottes.

4. Willst du in der Gnade Gottes und folglich in der Liebe Gottes sterben, so mußt du beten: denn die Gnade der Beharrlichkeit kann, wie der hl. Augustin lehrt, nicht durch gute Werke verdient, nur durch Gebet erhalten werden. Wehe dir, wenn du im letzten entscheidenden Kampfe, in welchem der Feind mit doppelter Wuth die entkräftete Seele bestürmt, allein tämpfen mußt; wehe, wenn du für jenen verhängnißvollen Augenblick, von dem dein ewiges Loos abhängt, nicht vorher durch anhalten­des Gebet Vorsorge getroffen haft!