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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von P. Joseph Frey, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Approbation
Entstehung
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Worin der studirende Jüngling fich üben soll.

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der Weisheit sagt: Es kamen mir alle Güter zu­gleich mit ihr."( Weish. VII, 11.) und der große Völker­lehrer Paulus: Die Frömmigkeit ist zu Allem nüglich, sie hat ja die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens."( 1. Timoth. IV, 8.)

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§. 2. Im Gebete.

Das Gebet nimmt leider unter den täglichen Beschäftigungen der Jugend häufig den letzten und kleinsten Platz ein. Kaum gibt sich der Jüngling Mühe, einige turze Gebete des Morgens und Abends ohne innere Sammlung, höchst oberflächlich herzu­sagen, und schon glaubt er mehr als genug gethan zu haben. Beten ist ihm nur Nebensache, etwas Ekelhaftes und Läftiges, das er so viel als möglich zu meiden sucht. Wie unrecht du aber thust, christ­licher Jüngling, wenn du das Gebet vernachlässigſt, magst du aus dem Wenigen abnehmen, das ich dir über die Nothwendigkeit des Gebetes sagen will.

1. Willst du dein letztes Ziel erreichen, so mußt du mit deinem Schöpfer in Verbindung stehen; ohne diese Verbindung ist es unmöglich, zu Gott zu gelangen, folglich unmöglich selig werden; ohne fie gleichst du dem Rebzweig, der vom Rebstock ge­trennt ist und abstirbt. Diese Verbindung kann aber nur geschehen durch das Gebet: es ist das einzige Mittel, uns Gott zu nähern, und uns mit ihm zu vereinigen. Deßhalb sagt mit Grund die heil. Katharina von Bologna:" Wer dem Gebete nicht obliegt, der ist jenes Bandes beraubt, welches die Seele mit Gott verbindet; daher wird es leicht geschehen, daß der unsichtbare Feind, der sie so allein antrifft, sich diese Seele eigen macht."

2. Willst du im schweren Kampfe mit dem Ver­fucher nicht unterliegen, und folglich der ewigen Siegespalme nicht verlustig werden; so mußt du

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