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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von P. Joseph Frey, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Approbation
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Belehrungen.

lichen und ewigen Verderbens zu öffnen?- Be­herzige, christlicher Jüngling, was über die Un­mäßigkeit Religion, Vernunft und Erfahrung sagen. Sie lehren: Unmäßigkeit führe geraden Weges zur Unsittlichkeit." Der Wein macht unkeusch, und die Trunkenheit aufrührerisch; wer immer dazu Lust hat, wird nicht weise werden."( Sprichw. XX. 1.) Berauschet euch nicht im Weine, worin Ausschwei­fung liegt."( Eph. V, 18.) Dies sind Worte der heiligen Schrift, also untrügliche Wahrheit. Was hier vom Weine gesagt ist, gilt ebenso von je dem andern berauschenden Getränke. Die gei­ftigen Getränke erregen die fleischlichen Gelüste und schwächen das Vermögen der Seele zum Widerstande gegen dieselben, sie erhißen die Ein­bildungskraft, hemmen die Vernunft und entkräften den Willen. És tritt ein Zustand ungebundener Frechheit ein, worin der Mensch sich Vieles er= laubt, worüber er nüchtern sich schämen würde. Wie Viele Jünglinge haben hierin traurige Erfah­rungen gemacht! Jahre lang wachten sie mit ängst= licher Sorgfalt über ihre Unschuld: aber sieh, kaum haben sie das erste Mal unvorsichtig an einem Trinkgelage Theil genommen, und das Grab ihrer Unschuld war gegraben, ihr ganzes künftiges Glück gemordet, und Alles zerstört, was sorgfältige Er­ziehung, eigene Wachsamkeit und vortreffliche Selbst­bildung in ihnen rühmlichst aufgebaut hatten.- Re­ligion, Vernunft und Erfahrung sagen dir ferner, daß Unmäßigkeit dir auch noch die besten Geistes= träfte raube. Der Verstand, die Urtheilstraft kann sich nicht entwickeln unter den Dünsten der Trunken­heit; edelmüthige Gedanken können nicht entstehen in einem von Schwelgerei niedergedrückten Geiste: überhaupt an Bildung der Seele und des edlern Theiles des Menschen kann nicht gedacht werden, wenn der junge Mensch sich unter das Thier herab­

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