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schon wegen des zeitlichen Nußens lieb gewinnen, welchen der Aufenthalt des guten Wendelinus seinem Hause brachte, und darum bevorzugte er Wendelin ganz besonders vor den übrigen Hirten und Dienern. Die andern Knechte und Diensiboten aber konnten es nicht ertragen, daß Wendelin trefflicher als sie sein sollte, und von Neid und Mißgunst angetrieben, suchten sie, wo sie nur konnten, den Heiligen zu verdächtigen, ihm Fehler anzudichten und mit allen möglichen Verläumdungen ihn zu kränken. Sie ließen Nichts unversucht, um die Liebe und das Vertrauen des Herrn dem Schafhirten zu entziehen. Der heilige Wendelin aber, der wohl wußte, daß alles dieses mit Gottes Zulassung geschehe, um ihn zu prüfen, wußte Alles zu vergessen und zu verzeihen, und es war für ihn nur ein Grund, um so eifriger fortzufahren in seinen Andachtsübungen, im Dienste Gottesund in der treuen Verwaltung der ihm übertragenen Geschäfte. Er hatte vollständig gelernt, bei allen Widerwärtigkeiten zum Kreuze aufzu blicken und dort Trost zu suchen.
Wenn er dann oft bei seiner Heerde einsam. draußen war auf dem Felde, so regte sich in seinem Herzen eine recht lebhafte Sehnsucht nach seiner frühern Einsamkeit, nach der Einsiedlerhütte, wo er angefangen hatte, Gott zu dienen; im Geiste stellte er sich dann vor, daß der Hü


